Kindergrundsicherung

Bündnis legt neue Zahlen vor

Ein Zusammenschluss von Verbänden und Wissenschaftlern schlägt eine Kindergrundsicherung von 628 Euro im Monat vor. Es brauche eine unbürokratische, gerechte und auskömmliche Leistung, fordert Paritäter-Chef Ulrich Schneider.

Paritäterchef Schneider © Der Paritätische

BERLIN – Die Höhe der Kindergrundsicherung müsse an ein realistisch berechnetes kindliches Existenzminimum gekoppelt sein, das auch Bildung und Teilhabe von Kindern umfasst, so die Bündnisforderung. Kinderfreibeträge, Kindergeld, Sozialgeld und weitere pauschal bemessene Transfers könnten dann gebündelt in einer solchen umfassenden Kindergrundsicherung aufgehen, die mit steigendem Haushaltseinkommen langsam abgeschmolzen wird.

Politik offen für Reform

Nicht-Inanspruchnahmen wie aktuell beim Kinderzuschlag von 60-70 Prozent seien einfach nicht hinnehmbar, sagt Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes und Bündnis-Koordinator. Damit verbaue man Kindern die Chance auf einen guten Start ins Leben.

Das Bündnis Kindergrundsicherung begrüßt, dass das Konzept einer Grundsicherung für Kinder zunehmend gesellschaftliche sowie politische Unterstützung findet. Nach Bündnis 90/ Grüne und Linkspartei fordert inzwischen auch die SPD eine eigenständige Grundsicherung für Kinder. Über die konkrete Ausgestaltung will die Partei am 10./11. Februar auf einer Vorstandssitzung diskutieren. Eine grundsätzliche Bereitschaft für eine größere Reform hat auch die FDP signalisiert.

Das Bündnis existiert seit 2009. Ihm gehören vierzehn Verbände und dreizehn Wissenschaftler an. dh

Mehr dazu auf: www.kinderarmut-hat-folgen.de

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