Krankenhäuser

Allseitige Kritik an Finanzspritze

Krankenhaus-Mitarbeiter werden von der Milliardenhilfe für Kliniken, welche die Bundesregierung angekündigt hat, kaum profitieren, befürchtet Verdi. Auch die Arbeitgeber üben Kritik an der Finanzspritze.

BERLIN - Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche beschlossen, den teils hoch verschuldeten Klinken in Deutschland in diesem und dem kommenden Jahr mit insgesamt 1,1 Milliarden Euro unter die Arme greifen zu wollen. Das Geld solle den Kliniken unter anderem dabei helfen, die in diesem Jahr beschlossenen Tarifsteigerungen zu stemmen, kündigte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr an.

Verdi kritisiert „Politik mit der Gießkanne“

Als „Politik mit der Gießkanne“ bezeichnet das Sylvia Bühler, die den Fachbereich ‚Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen’ beim Verdi-Bundesverband verantwortet. Ihre Forderung daher: Nur diejenigen Krankenhäuser sollten Geld erhalten, die ihren Beschäftigten in der Folge auch mehr Lohn zahlten.

Ansonsten werde der Druck auf die Kliniken aufrechterhalten, weiter Personal abzubauen, das für eine angemessene Patientenversorgung benötigt werde, so Bühler. Und die sei nur mit einer gesetzlichen Personalbemessung zu erreichen.

Auch Arbeitgeber kritisieren Finanzhilfe

Kritik an der Finanzspritze gibt es auch von Arbeitgeberseite. Laut des Bundesverbandes der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) haben die Krankenhäuser in Deutschland genug Geld. Hilfen seien deshalb nicht angebracht, so ein Sprecher gegenüber dem Handelsblatt.

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