Entgeltatlas

Pflegekräfte sind im Osten abgehängt

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit verzeichnet deutliche Lohnunterschiede bei Pflegekräften. Demnach haben Mitarbeitende in der Pflege im Osten immer noch das Nachsehen.

NÜRNBERG – Die niedrigsten Bruttolöhne von 2.136 Euro bekommen demnach Altenpfleger in Niedersachsen. Der Spitzenreiter ist Baden-Württemberg mit durchschnittlich 3.036 Euro.

Auch Krankenpfleger und -Schwestern werden regional stark unterschiedlich entlohnt. Am schlechtesten wird in Mecklenburg-Vorpommern bezahlt: Hier erhalten Fachkräfte durchschnittlich 2.882 Euro. Knapp darüber liegen Brandenburg und Sachsen mit 2.917 und 2.969 Euro. Am besten werden Krankenpfleger- und Schwestern in Baden-Württemberg mit 3.484 Euro bezahlt.

Qualifikation verbessert Einkommen

Deutlich besser sieht es bei Fachpflegekräften aus. Eine Intensivpflegerin verdient im Bundesdurchschnitt mehr als 3.000 Euro brutto. Doch auch hier bewegen sich die neuen Bundeländer im unteren Bereich der Skala: Während Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen mit maximal 3.450 Euro knapp oberhalb dieser Summe liegen, zahlen Einrichtungen in den alten Bundesländern den Spezialisten teilweise  mehr als 4.000 Euro.

Am schlechtesten verdienen bundesweit Altenpflegehelfer: Erhalten diese in Sachsen-Anhalt nur 1.680 Euro, kommen sie in Baden-Württemberg auf immerhin 2.106 Euro.

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit wurde zuletzt im Juli aktualisiert. Er bezieht Daten über sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einmal jährlich von den Rententrägern. Die Angaben gliedern sich nach Branchen, Alter, Geschlecht, Qualifizierungsgrad der Arbeitnehmer sowie nach Bundesländern. jh

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