Salus Altmark Holding

Komplexträger streift Tarifbindung ab

Die Salus Altmark Holding hat die Vollmitgliedschaft im kommunalen Arbeitgeberverband gekündigt. Damit ist der Komplexträger nicht mehr an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes gebunden.

MAGDEBURG – Ziel sei eine einheitliche Tarif-Regelung für Salus und das Altmark-Klinikum, teilt das Unternehmen in einer Pressemeldung mit. Mit der Kündigung der Vollmitgliedschaft sollen die Interessen von Patienten und Beschäftigten mit den Erfordernissen zur Weiterentwicklung des Altmark-Klinikums in Einklang gebracht werden.

Das Einkommen der Mitarbeiter solle nicht gekürzt und bereits beschlossene Lohnerhöhungen umgesetzt werden. Die Salus Altmark Holding wird dem kommunalen Arbeitgeberverband künftig als Gastmitglied angehören. Gastmitglieder sind nicht verpflichtet, den für den Verband verbindlichen Tarifvertrag anzuwenden. 

Gewerkschaft befürchtet Tarifflucht

„Die Umwandlung der Mitgliedschaft erfolgt ausschließlich aus dem Grund der Tarifflucht“, sagt Verdi-Gewerkschaftssekretär Jens Berek. Neu eingestellte Mitarbeiter müssten ab 2020 mit einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen rechnen. Verdi strebe bei kommenden Tarifverhandlungen weiterhin eine Orientierung am TVöD an. Laut Mitteldeutschem Rundfunk hatten Klinikmitarbeiter im Vorfeld gegen die Entscheidung protestiert.

Beide Unternehmen sind seit Januar 2018 in einer gemeinsamen Holding zusammengefasst. Diese beschäftigt 3360 Mitarbeiter und hat ein Umsatzvolumen von über 200 Millionen Euro im Jahr. An 14 Standorten in Sachsen-Anhalt  betreibt das Unternehmen Krankenhäuser, Tageskliniken, Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, für die Altenpflege, die Jugendhilfe und den Maßregelvollzug. jh

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