Fröbel Gruppe

Insolvente Kitas sind zu teuer für Übernahme

Fröbel will die fünf Kitas der insolventen PeWoBe Gemeinnützige Soziale Betreuungsgesellschaft in Cottbus nicht übernehmen. Die Finanzierung durch die Stadt sei unzureichend.

Kind in einer Kita © Fröbel Gruppe

COTTBUS – „Wir schießen jedes Jahr 250 000 bis 300 000 Euro in den Betrieb unserer zehn Kindergärten in Cottbus dazu“, sagte Fröbel-Geschäftsführer Stefan Spieker. Fröbel hatte der Stadtverwaltung Cottbus im Herbst 2017 eine Aufstellung vorgelegt. Demnach rechne Cottbus bei der Kita-Finanzierung mit den im Bundesvergleich niedrigsten Sachkostensätzen. Einem Kind in Potsdam stünden 112 Euro pro Monat zur Verfügung, in Cottbus dagegen nur 94 Euro. In Hamburg seien es 234 Euro pro Monat.

Stadt soll übernehmen

Nun soll die Stadt Cottbus die Kitas weiterbetreiben. Der Insolvenzverwalter suche jetzt nach Lösungen für eine Übernahme, erklärte Oberbürgermeister Holger Kelch. Möglich wäre die Gründung eines Eigenbetriebs für alle städtischen Kitas in Cottbus. Das Stadtparlament hat dem Vorhaben bereits zugestimmt.

Der freie Träger Fröbel betreibt über seine Tochtergesellschaft Fröbel Bildung und Erziehung etwa 180 Einrichtungen, darunter Krippen, Kindergärten und Horte. Mehr als 3600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten für den Träger. br

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