Paritätischer Gesamtverband

Verband schert bei Kooperation mit Start-ups aus

Der Paritätische Gesamtverband macht bei der Kooperation von AWO, Caritas, Diakonie, DRK und ZWST mit Verbänden der Start-up Branche nicht mit. Ein solcher Zusammenschluss sei überflüssig, so Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider.

Geschäftsführer Schneider © Paritätischer Gesamtverband

BERLIN – "Wir pflegen durchaus praktische Kooperationen mit Start-ups, wenn dies sinnvoll ist", so Schneider. Ein grundlegender Unterschied zwischen dem Paritätischen und Start-ups bestehe jedoch darin, dass der Verband und seine Mitgliedsorganisationen gemeinnützig seien und Start-ups nicht.

"Die Gemeinnützigkeit ist für uns - bei aller Kooperation - in Abgrenzung zum gewerblichen Sektor wesentlich und auch strategisch bedeutsam", so der Geschäftsführer weiter. "Wir halten daher abstrakte Grundsatzpapiere und Formalzusammenschlüsse oberhalb der Ebene praktischer Kooperationen nicht nur für überflüssig, sondern auch für wenig angebracht und zielführend."

Start-ups und Verbände vor gleichen Herausforderungen 

Markus Sauerhammer, Vorsitzender des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland, bedauert die Entscheidung der Paritäter. "Wir stellen genau wie der Paritätische Gesamtverband die gemeinnützige Orientierung vorne an und haben Gespräche angeboten, um die Probleme zu lösen, die Herr Schneider angesprochen hat", sagt der Vorsitzende. Wohlfahrtsverbände und Social Start-ups stünden vor den gleichen Herausforderungen. Zum Beispiel erhielten Wirtschaftsunternehmen meist problemlos Fördergelder für Innovation und Digitales, gemeinnützige Organisationen aber nicht. Hier müssten Start-ups und Wohlfahrtsverbände an einem Strang ziehen, um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu ändern.

"Unserer Erfahrung nach entsteht echte Innovation vor allem außerhalb der eigenen Strukturen, wo man experimentieren und in Frage stellen kann", so Sauerhammer. Und wenn eine Lösung gut funktioniere, mache es Sinn, die Idee mit anderen zu teilen.

Kooperation soll Innovation entwickeln

Die fünf Wohlfahrtsverbände AWO, Caritas, Diakonie, DRK und ZWST hatten angekündigt, künftig enger mit dem Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland und dem Bundesverband Deutscher Start-ups zusammenarbeiten zu wollen. Ziel der Kooperation sei es, gemeinsam innovative Lösungen für die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen zu erarbeiten. Ein Fokus soll dabei auf dem fachlichen Austausch und der Rückkopplung und Kommunikation mit den Mitgliedern der Verbände vor Ort liegen. Die beteiligten Akteure hatten zunächst ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. br

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