DRK-Betreuungsdienste Westfalen

Das DRK weist Bespitzelungsvorwürfe von Verdi zurück

Verdi wirft der DRK-Betreuungsdienste Westfalen Spionage vor. Diese dementiert. Es habe in einer Erstaufnahmeeinrichtung in Unna keine Aufzeichnungen über Mitarbeiter gegeben.

UNNA – Damit widerspricht das DRK dem Vorwurf von Verdi, das DRK habe Aufzeichnungen über Mitarbeiter angefertigt, die auch Details über Verhalten, Liebesbeziehungen und soziale Kontakte enthalten hätten. Diese seien Verdi zufolge in einem Ordner in der Küche des Hauses aufbewahrt worden. Mitarbeiter hätten daraufhin Kopien an Verdi geleitet, die Gewerkschaft habe schließlich die Landesbeauftragte für den Datenschutz in Nordrhein-Westfalen eingeschaltet.

DRK wollte keine persönlichen Daten

Der Träger will das nicht auf sich sitzen lassen. "Wir weisen die Bespitzelungsvorwürfe der Gewerkschaft ausdrücklich zurück und können sie transparent widerlegen", sagt Jana Biesenbach, Geschäftsführerin der DRK-Betreuungsdienste Westfalen-Lippe. Im Juni 2017 hätten die Leitungsebenen der Erstaufnahme Unna-Massen vereinbart, bestimmte betriebliche Prozessabläufe zu notieren, um sie optimieren und Störungen beheben zu können. 

Inhalte der Dokumentationen sind unter Verschluss

So seien die Mitarbeitenden gebeten worden, Beschwerden in Schriftform an die Betreuungsleitung zu richten. Dass diese jedoch in einem Ordner in der Küche landen, sei ebenso wenig Teil der Abmachung gewesen wie die Notiz persönlicher Daten. Inzwischen sei der Ordner unter Verschluss und nicht einsehbar, so dass zu seinem Inhalt keine weiteren Angaben gemacht werden können, sagt eine DRK-Sprecherin. Verdi war derweil für eine Stellungnahme gegenüber Wohlfahrt Intern nicht zu erreichen. ols

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