Diakonie Stetten

Ex-Pfleger muss für mehr als vier Jahre hinter Gitter

Ein ehemaliger Pfleger der Diakonie Stetten ist wegen sexueller Übergriffe zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Der Träger will seine Bewohner künftig stärker vor Missbrauch schützen.

KERNEN – Das Stuttgarter Landgericht verurteilte den Heilerziehungspfleger zu der Freiheitsstrafe. Er soll vor zwei Jahren einen damals 14-jährigen, geistig behinderten Jungen mehrfach missbraucht haben.

Diakonie richtet zusätzliche Anlaufstellen ein

Die Diakonie Stetten versucht nun mit diversen Maßnahmen, solche Fälle in Zukunft stärker als bislang zu verhindern. „Die laufenden Schulungen sowohl für Mitarbeitende als auch für Menschen mit Behinderung wurden nochmals intensiviert und ausgeweitet“, so ein Sprecher. Darüber hinaus richte die Diakonie zusätzliche interne und externe Anlaufstellen ein, wie etwa Frauenbeauftragte in den Werkstätten, Heimbeiräte, Vertrauensmitarbeitende und Behindertenbeauftragte.

Träger prüft Zeitarbeitsfirmen

Da der Täter über eine Zeitarbeitsfirma für die Diakonie tätig war, wolle man auch hier zusätzlichen Schutz bieten, sagt der Sprecher. So werde man künftig nur noch mit ausgewählten Gestellungsbetrieben zusammenarbeiten. Die Zusammenarbeit mit der Zeitarbeitsfirma des Verurteilten habe die Diakonie aufgekündigt. ols

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