Kinder- und Jugendpsychiatrie

Jung, süchtig, unbehandelt

Immer mehr Kinder und Jugendliche bekommen eine psychiatrische Behandlung. Träger können sich auf bestimmte Klientengruppen spezialisieren, um im Geschäftsfeld Fuß zu fassen.

Die Wartelisten für Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen werden immer länger. Denn immer mehr Eltern nehmen für ihre Sprösslinge Hilfen in Anspruch. Das belegen die steigenden Fallzahlen (siehe Grafik auf Seite 43).
Ein Großteil der behandelten Patienten wird inzwischen ambulant von niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern sowie Psychotherapeuten versorgt. Doch auch für Einrichtungsträger aus der Sozial- und Gesundheitswirtschaft gibt es durchaus Chancen, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Fuß zu fassen.
Inzwischen gibt es bei rund jedem fünften Kind oder Jugendlichen einen psychiatrischen Klärungsbedarf, bei sechs Prozent gar eine klare Behandlungsnotwendigkeit, lautet das Ergebnis einer Studie des Robert-Koch-Instituts. Besonders betroffen sind Mädchen und Jungen, die aus Familien mit einem niedrigen sozioökonomischen Status stammen oder deren Eltern einen niedrigen Bildungsstand haben. Auch Kinder und Jugendliche mit einem alleinerziehenden oder einem psychisch kranken Elternteil haben ein hohes Risiko, eine psychische Störung zu entwickeln.

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