Sozialer Arbeitsmarkt

Abteilungsdenken hat den großen Wurf verhindert

Aus der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit wird ein Massengeschäft. Die Chance, aus dem personenzentrierten Ansatz der Behindertenhilfe zu lernen, wird so verspielt, meint Andreas Kuhn.

Seit Januar können Jobcenter Langzeitarbeitslosen nach dem Teilhabechancengesetz eine öffentlich geförderte Beschäftigung bei privaten oder öffentlichen Arbeitgebern zuweisen. Die neue Eingliederungsleistung gilt zunächst bis Ende 2024. Die Jobcenter erhalten von 2019 bis 2022 zusätzlich vier Milliarden  Euro, die sie nach ihrem Bedarf und ihren Möglichkeiten verwenden können. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, schätzt, dass von etwa 400 000 Langzeitarbeitslosen 40 000 bis 45 000 erfolgreich in ein gefördertes Beschäftigungsverhältnis kommen.
Das Teilhabechancengesetz ist wohl die letzte groß angelegte Umsetzung des Aktivierungsparadigmas in der deutschen Arbeitsmarktpolitik, das dem Leitmotiv von Fördern und Fordern folgt. Motivation soll mit Sanktionen auch erzwungen werden können. Der Zwang ist eine Bedingung dafür, in kurzer Zeit die angestrebte große Zahl von Beschäftigungsverhältnissen zu realisieren. Aus der Arbeitsförderung wird damit ein Massengeschäft.

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