Digitalisierung

Messengerdienste erleichtern Kommunikation

Der Club 74 in Minden nutzt eine App zur besseren Kommunikation. Die Mitarbeiter des Trägers sollen sich untereinander und mit den betreuten Menschen direkter austauschen.

Geschäftsführer Gahn © Beyondsoft

MINDEN - Schon lange warnen Datenschützer vor dem Einsatz des Whatsapp-Messengers. Der US-Messengerdienst sei unsicher und entspreche nicht den europäischen Datenschutzstandards. Viele Unternehmen haben deshalb auch gar nicht erst damit begonnen, ihn als innerbetriebliches Kommunikationsmittel zu nutzen.

So auch beim Verein Club 74 in Minden, wo man sich auf der Suche nach einem geeigneten Messenger-Dienst nach Alternativen umschaute. In der Einrichtung, die ambulante und stationäre Dienste für Menschen mit psychischen Erkrankungen in Minden, Lübbecke und Bad Oeynhausen anbietet, hatte man bisher die Kommunikation per SMS und E-Mail organisiert. Auch die Betreuten, die nicht gerne telefonieren mochten, sollten die Möglichkeit erhalten, sich ihren Betreuern möglichst unkompliziert mitzuteilen. Eine Chat-App sollte es sein, um  sich mit den Kollegen untereinander austauschen zu können, und auch um direkt in Kontakt mit den Klienten zu treten.

App speziell für soziale Einrichtungen

Die Kölner Softwarefirma Beyondsoft hat Anfang 2018 Ownchat auf den Markt gebracht, einen speziell für die Sozialwirtschaft und den Umgang mit sensiblen Daten entwickelten Messenger. Ownchat benötigt weder Zugriff auf das Adressbuch noch auf den Standort und verlangt für die Anmeldung auch keine Telefonnummer. Für die Installation lädt die Einrichtung eine App herunter und verteilt die Chat-Codes, die als ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal beim Anmeldeverfahren fungieren, an die Mitarbeiter.

Klienten können mit Betreuern chatten

Ein Problem trat bei der Umsetzung auf, weil die Mitarbeiter – im Alter zwischen 20 und 50 Jahre – nicht alle auf dem gleichen Technikstand waren. So benötigten einige mehr Hilfe bei der Einarbeitung als andere. Mit dem Messenger können die Mitarbeiter jederzeit – ob zu Hause oder unterwegs – in ihren Gruppen untereinander kommunizieren und Informationen weitergeben. Da bei Ownchat die Möglichkeit besteht, auch Klienten Zugangsdaten zu geben, können diese mit ihren Betreuern direkt in Kontakt treten.

Die Verwaltung arbeitet selbst mit der Desktop-Version von Ownchat am PC. Damit ist sie bei Arbeitsbeginn immer auf dem neuesten Stand, was Krankmeldungen, Erreichbarkeit oder sonstige für den Arbeitsalltag wichtigen Informationen betrifft. Auch die Klienten vom Club 74 nehmen das neue Kommunikationsinstrument an. Die Möglichkeit Mitteilungen zu versenden, wird immer häufiger genutzt.

Bei der Mindener Einrichtung ist man zufrieden mit dem Messenger. Sie hat sich deshalb auch entschlossen, eine zweite Version zu erwerben. Diesmal soll Ownchat für die Jugend-Reha eingesetzt werden.

Der Autor
Mike Gahn ist Geschäftsführer von Beyondsoft
mike.gahn@beyondsoft.de

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