DRK KV Naumburg/Nebra

Rotkreuz-Rettungsdienst vor dem Aus

Der DRK-Rettungsdienst im Burgenlandkreis steht vor dem Aus. Ab April übernehmen die Johanniter und die Malteser.

Landrat Götz Ulrich verspricht den Rettungsdienst-Mitarbeitern gute Perspektiven

NAUMBURG – Einen entsprechenden Beschluss fasste der Kreistag am Montagabend. Der überträgt den Rettungsdienst für den Versorgungsbereich Naumburg auf die Johanniter Unfallhilfe und für Weißenfels auf den Malteser Hilfsdienst.

Landrat sieht Rettungsdienst künftig in guten Händen

„Die Fortführung eines funktionsfähigen Rettungsdienstes hat oberste Priorität im Burgenlandkreis. Sowohl die Johanniter als auch die Malteser agieren bundesweit und sind renommierte Hilfsorganisationen. Sie können jeweils für ihr künftiges neues Versorgungsgebiet sicherstellen, dass der Rettungsdienst funktioniert. Damit garantieren sie auch für die circa 100 Mitarbeiter eine gute Perspektive“, sagt Landrat Götz Ulrich.

Überstunden-Auszahlung brachte Schieflage

Noch im Herbst des vergangenen Jahres gab sich Steffen Lorenz, Geschäftsführer des Kreisverbandes Naumburg/Nebra zuversichtlich, das Notfallgeschäft sicher beim DRK weiterführen zu können. Da hatte die Rettungsdienst Burgenland gGmbH, eine gemeinsame Tochter der Kreisverbände Weißenfels und Naumburg/Nebra, gerade Insolvenz anmelden müssen.

Hintergrund war die Entscheidung des Arbeitsgerichtes Naumburg, dass den 136 Mitarbeitern die Auszahlung der Überstunden zustehe. Das hatte dem Verband Kosten in Höhe von 1,2 Millionen beschert. Auf die Bitte um Stellungnahme gegenüber Wohlfahrt Intern reagierte Lorenz nicht. ols

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