Diakonie Neuendettelsau

Start-up soll TeleCare vorantreiben

Die Diakonie Neuendettelsau will ein Telepflegeprodukt zur Marktreife entwickeln. Dazu unterstützt das Unternehmen das Start-up Moio. Der Körpersensor soll als Warnsystem in der häuslichen Pflege dienen.

Moio-Gründer Besser, Neuendettelsau-Rektor Hartmann, kaufmännischer Vorstand Motzer (v.l)

FRANKFURT AM MAIN/FÜRTH – Ein Sensormodul, das mit Hilfe einer Pflastertasche direkt am Körper getragen wird, soll Informationen sammeln, interpretieren und diese im Bedarfsfall an einen Datenserver übertragen. Dieser informiert je nach Situation und entsprechender Vorgabe die Pflegenden über eine Rufanlage oder ihr Smartphone. Ziel sei es, Betroffenen durch innovative technische Lösungen unter anderem in der Hauspflege zu entlasten.

Kredit und Bestellungen zugesagt

Das Produkt ist das Ergebnis eines Forschungsprojekt der Wilhelm Löhe Hochschule für Gesundheits- und Sozialmanagement in Fürth, das sich zum Ziel gesetzt hatte, Pflegende durch innovative technische Lösungen zu entlasten. Daraus hervorgegangen ist ein intelligentes Pflegesystem, das nun vom Start-up Moio zur Marktreife entwickelt werden soll. Als Initiator des Projekts hat die Diakonie Neuendettelsau dem Start-Up einen Kredit gewährt und Produktbestellungen zugesagt.

Pflege und Demenz seien wichtige Schwerpunkte der Diakonie Neuendettelsau, begründet der Träger sein finanzielles Engagement. Technische Innovation entlaste Pflegepersonal und Angehörigen und schaffe zugleich Freiräume für persönliche Betreuung von Pflegebedürftigen.

Weglaufen und Stürzen vorbeugen

Das Moio-Pflegepflaster soll präventiv etwa bei dementen Personen mit Weglauftendenz oder Pflegebedürftigen eingesetzt werden, um Stürze zu vermeiden. Das System sollte am Körper getragen werden und im Idealfall kaum spürbar sein, so Jürgen Besser, Mitarbeiter des Forschungsprojekts und Geschäftsführer der neu gegründeten Start-Ups Moio.

Das intelligente System kombiniert Ingenieurwissen und Kenntnis der Anwenderbedürfnisse. Gegenüber am Markt vorhandenen Angeboten haben wir das Pflegepflaster konsequent an den Anforderungen der Pflege ausgerichtet, so Geschäftsführer Günter Maximilian Hefner, Technischer Entwickler der Problemlösung.

Alarmierende Prognosen

Die Anzahl der Pflegebedürftigen beläuft sich derzeit nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf 2,9 Millionen, Tendenz steigend. Die Mehrheit davon leidet an Demenz und wird zuhause von Angehörigen versorgt. Die Zahl der Demenzkranken weltweit wird sich laut Prognosen der Weltgesundheitsorganisationen (WHO) bis zum Jahr 2050 auf 152 Millionen Menschen verdreifachen. rs

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