Diakonie Wolfsburg

Kirchenfrust einer Mitarbeiterin endet mit Vergleich

Der Streit um den Kirchenaustritt einer Mitarbeiterin der Diakonie Wolfsburg ist beigelegt. Mitarbeiterin und Träger gehen künftig getrennte Wege.

WOLFSBURG – Die Diakonie Wolfsburg kündigte der Frau fristlos im Juli 2017, weil sie aus der Kirche ausgetreten war. Jetzt haben sich Träger und ehemalige Mitarbeiterin in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht geeinigt. Das Arbeitsverhältnis endet wegen wechselseitiger Unzumutbarkeit. Das Diakonische Werk zahlt der Frau eine Abfindung von 7000 Euro. Die Summe gleicht ihr Arbeitslosengeld zum früheren Lohn aus.

Klage in erster Instanz erfolgreich

Die Mitarbeiterin klagte zuvor erfolgreich gegen die Entlassung. Das Arbeitsgericht Braunschweig hielt die Kündigung in erster Instanz für ungerechtfertigt. Der Kirchenaustritt könne zwar zu einer Kündigung führen, die Klägerin sei aber nicht ‚verkündigungsnah’, da sie nur eine niedrige Position innehatte. Die Kauffrau war bis 2015 in der Verwaltung und nach einer Versetzung in der Rezeption. Sie arbeitete insgesamt 26 Jahre bei dem Träger.

Ex-Mitarbeiterin schlug Angebote aus

Das Diakonische Werk legte gegen die Entscheidung des Arbeitsgerichts Berufung ein. Mit dem Kirchenaustritt habe die Frau ihre Loyalitätspflicht verletzt. Sie habe außerdem mehrere Angebote ihren Job wiederzubekommen ausgeschlagen. Dazu hätte sie der Kirche wieder beitreten müssen. Die Frau war aus Enttäuschung über ihren Arbeitgeber aus der Kirche ausgetreten.

Größtes Tätigkeitsfeld stationäre Altenhilfe

Das Diakonische Werk Wolfsburg hat 1400 Mitarbeiter. Das größte Tätigkeitsfeld ist die stationäre Altenhilfe mit 1.132 Pflegeplätzen und 900 Mitarbeitern. Der Träger hat ambulante Pflegedienste die mit 120 Mitarbeitern 440 Patienten versorgen. Die Diakonie hat 301 Seniorenwohnungen sowie eine Kindergrippe und einen Kindergarten. rv

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