Deutscher Caritasverband

Dienstgeber kritisieren geforderten Mindestbetrag

Die Dienstgeberseite der Arbeitsrechtliche Kommission des Deutschen Caritasverbandes übt Kritik an den Forderungen der Mitarbeiter nach einem Mindestbetrag bei der Lohnsteigerung.

FULDA - Die Dienstgeber in der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes bewerteten die Forderungen der Mitarbeiter als wenig zukunftsorientiert. „Besonders der Betrag von 200 Euro, um den sich die Gehälter aller Berufsgruppen mindestens erhöhen sollen, ist aus unserer Sicht kontraproduktiv, weil er die Herausforderungen ausblendet, vor denen unsere Einrichtungen und Dienste aktuell und in Zukunft stehen“, sagt Norbert Altmann, Sprecher der Dienstgeberseite.

1,6 Milliarden Euro Mehrkosten

Der Mindestbetrag führe bei den unteren Lohngruppen, die bei der Caritas ohnehin überdurchschnittlich gut verdienten, zu überproportionalen Gehaltssteigerungen von bis zu elf Prozent. Die geforderten sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr Lohn werden somit auf Kosten der Dienste und Einrichtungen gehen.

Nach Berechnungen der Dienstgeberseite würde die geforderte Lohnsteigerung bundesweit 1,6 Milliarden Euro an Mehrkosten verursachen. „Das ist weder sinnvoll noch sozial“, so der Sprecher der Dienstgeberseite weiter.

Schritt in Richtung Zukunft

Altmann unterstrich die Bedeutung des eigenen Tarifwerkes der Caritas für die gesamte Einrichtungsstruktur des Trägers. Zugleich befürwortete er ein Zusammenkommen mit der Mitarbeiterseite in der Tarifrunde. „Dieses System wollen wir in der Tarifrunde gemeinsam mit der Mitarbeiterseite an aktuelles Recht anpassen und es insgesamt einen Schritt in Richtung Zukunft führen“, sagte Altmann.

Die Mitarbeiterseite der Arbeitsrechtlichen Kommission hat angekündigt, ihre Tarifforderung bei der nächsten Sitzung der Bundeskommission am 15. März in Bad Hersfeld einzubringen. rs

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