Stiftung Liebenau

Ex-SPD-Chef fordert Teilhabe aller im Arbeitsleben

Beim Auftakt der Veranstaltungsreihe ‚Stiftung Liebenau im Dialog‘ unterstrich Ex-SPD-Chef Franz Müntefering die Bedeutung einfacher Arbeit in Zeiten der Digitalisierung. Alle hätten ein Recht auf Teilhabe.

Vortrag von Franz Müntefering zum Thema ‚Arbeiten 4.0'. Foto: Stiftung Liebenau

RAVENSBURG – In seinem Vortrag ging der ehemalige Vizekanzler auch auf die Zukunft der Arbeit ein. Für beide Szenarien, ob Arbeit oder eher Arbeitskräfte fehlen werden, gebe es Argumente, führte Müntefering aus.  

Recht auf Bildung

Der Schlüssel für Teilnahme und Teilhabe sei Müntefering zufolge die Bildung. „Es gibt ein Recht auf Bildung, ein Recht auf Arbeit und ein Recht, dabei zu sein und teilzuhaben“, unterstrich er. Das Zusammenleben erfordere jedoch einen Perspektivenwechsel, der allen ermöglicht ihren Teil dazu beizutragen. Dazu zähle auch die Wertschätzung der ‚einfachen Arbeit‘. „Auch ein Topmanager brauche schließlich einen Friseur“.

Behinderte Menschen befähigen

Auch Menschen mit Behinderungen  sollten befähigt werden, ihre Rollen und Aufgaben in der Gesellschaft zu übernehmen. „Arbeit ist nur ein anderes Wort für Teilnahme und Teilhabe“, betonte der ehemalige Vizekanzler. 

Franz Müntefering mahnte an, in Arbeitsmarktfragen europäischer zu denken. Er verwies auf das lebenslange Lernen und sprach sich für eine Stärkung der dualen Ausbildung aus. rs

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