AWO KV Leverkusen

Vorsitzende sorgt mit Kündigung für Eklat

Die Vorsitzende des AWO Kreisverbandes Leverkusen tritt zurück. In einem offenen Brief an die Mitarbeiter und den Vorstand erhebt sie schwere Vorwürfe gegen die AWO und die SPD.

LEVERKUSEN – Sabine Krämer, Vorstandsvorsitzende des Kreisverbandes, begründet ihren Rücktritt damit, dass der Vorstand aber auch Mitarbeitende nicht mehr die Werte und Grundsätze der AWO tragen würden. Das schrieb sie in einem offenen Brief. Sie trat auch aus der SPD aus.

Vorsitzende kritisiert Vetternwirtschaft

„Vielmehr verkommen wir durch eine parteipolitisch geprägte Personalpolitik und Vetternwirtschaft“, schreibt die Vorsitzende im Brief. Verbindliche Standards und Transparenz in der Geschäftspolitik der AWO Leverkusen habe sie so nicht durchsetzen können.

Parteifilz ausschlaggebend für Austritt

„Mein Vertrauen in die SPD war durch Vorgänge auf Bundesebene schon sehr angeknackst, aber der AWO Parteifilz in Leverkusen ist nun ausschlaggebend für meinen Rücktritt als Vorsitzende und auch für meinen Austritt aus der SPD“, schreibt Sabine Krämer im Brief.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Arbeiterwohlfahrt in Leverkusen ein strukturelles Problem hat, denn wir werden mit Parteifilz und Überalterung als Verband nicht überleben können“, so Krämer weiter. Der Verband schrecke junge Menschen geradezu ab, sich zu engagieren. „Ich hoffe, unser Verband kann sich nach dieser Ära erneuern und ich hoffe, dass dann auch alte Zöpfe abgeschnitten werden“, schließt die ehemalige Vorsitzende.

Verband weist Vorwürfe zurück

Manfred Hans, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied weist die Vorwürfe zurück. Frau Krämer kämpfe schon länger gegen ihn und habe nie etwas gegen ihn gefunden. Daher gäbe es nur Pauschalvorwürfe. Sie habe schon länger keine Mehrheit mehr im Vorsitz gehabt. Keiner wisse, warum sie gegen den Vorstand kämpfe, so Hans. rv

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