AWO KV Schwerin-Parchim

Kita auf Mallorca soll gegen Fachkräftemangel helfen

Der AWO KV Schwerin-Parchim hat den Betrieb einer Kita auf Mallorca verteidigt. Der Träger will mit dem Kindergarten Fachkräfte für den deutschen Arbeitsmarkt gewinnen. Der Verband finanziert das Projekt ausschließlich über die Beiträge der Eltern und einen Kredit.

SCHWERIN – 40 Spanier hätten eine Ausbildung zum Erzieher in Schwerin absolviert, teilte der Verband mit. Zwei seien fest bei der AWO angestellt. Auf Mallorca herrsche eine hohe Jugendarbeitslosigkeit, gegen die man mit dem Projekt angehen wolle. Zudem verbessere der Verband damit die Betreuungssituation für deutsche und spanische Kinder auf der Insel.

Der Vorstand sei zweimal zu einem Arbeitstreffen vor Ort gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter. Hierbei seien Konzept und Arbeitsstand der Kita erörtert worden. Weitere Besuche seien nicht geplant. Auch die Geschäftsführung des Kreisverbandes habe die Einrichtung einmal im Jahr aus organisatorischen Gründen besucht. Dabei habe man die Kosten niedrig gehalten.

Sozialministerium übt Kritik

Zuvor hatte das Sozialministerium von Mecklenburg-Vorpommern laut Norddeutschem Rundfunk den AWO Landesverband kritisiert. Mallorca sei nicht rückständig. Der Betrieb einer Kita vor Ort liege nicht im Landesinteresse. Die CDU äußerte den Verdacht, dass dadurch Mittel für finanziell schwach ausgestattete Kitas in Mecklenburg-Vorpommern fehlten.

Der AWO-Bundesverband forderte eine schnelle Untersuchung des Vorgangs. „Ob der Betrieb einer Kita auf Mallorca angemessen und sinnvoll ist, können wir mit den vorliegenden Informationen nicht beurteilen“, teilte der Verband mit. Die Landesverbände seien zwar wirtschaftliche selbstständig, jedoch müssten sie sich gegenüber Mitgliedern, Spendern und Zuschussgebern rechtfertigen. 

In der Kita arbeiten zwei deutsche und zwei einheimische Fachkräfte. Diese betreuen 28 Kinder auf Spanisch und Deutsch. Es bestehen Kooperationen mit Fachhochschulen und Universitäten. jh

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