AWO BV Brandenburg-Ost

Angehörigen-Initiative übergibt Protestschreiben

In Brandenburg hat sich der Unmut gegen die stark gestiegenen Heimkosten bei der AWO Brandenburg-Ost in einem Protestschreiben Luft gemacht: Der Brief an den Landtag enthält 4000 Unterschriften.

POTSDAM – Das Protestschreiben ist der Vorsitzenden des Sozialausschusses im Landtag, Sylvia Lehmann (SPD) heute übergeben worden, berichtet die Märkische Onlinezeitung. Die Pflegeheimbewohner und deren Angehörige protestieren damit gegen die Entgeltanhebung der AWO Brandenburg-Ost.

Höhere Heimkosten durch steigende Löhne

Die Gehälter waren Anfang Februar um 15 bis 35 Prozent gestiegen. Die AWO hatte die Kosten an die Bewohner weiter gegeben. Die Eigenanteile erhöhten sich damit ab März um bis zu 700 Euro auf bis zu 2000 Euro. Der offene Brief betont, dass die angehobenen Gehälter gerechtfertigt sind. Angehörige und Bewohner könnten jedoch nicht nachvollziehen, warum sie die Erhöhung tragen sollten. Viele müssten Sozialhilfe beantragen oder Verwandte um Hilfe bitten. Der Bezirksverband sieht sich selbst in einer Zwickmühle. Der Pflegenotstand fordere Nachbesserungen bei den Tarifen. Im Sozialfonds Brandenburg fehle es aber im Vergleich zu anderen Bundesländer an der Ausbildung für Pflegefachkräfte.

Unterschriebener Brief wird verschickt

Das Schreiben geht auch an den Deutschen Bundestag und den neuen Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus. Die AWO Brandenburg-Ost hat neun Seniorenzentren, ein Betreutes Wohnen und eine Tagespflege in Strausberg. Außerdem betreibt der Bezirksverband sieben Kitas. Der Träger betreut insgesamt 700 Senioren mit 650 hauptamtlichen Mitarbeitern. rv

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