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Norbert Kunz
Aktualisiert am 17.10.2018 - 14:25

Soziales Unternehmertum fördern

Geschäftsführer Kunz © Social Impact

Norbert Kunz hat in seinem Leben viel erreicht, auch dank seiner Förderer. Mit seinem Unternehmen Social Impact möchte er jungen Gründern helfen, selbst soziale Ideen zu verwirklichen.

Alter: 59
Arbeitgeber: Social Impact
Funktion: Geschäftsführer
Ausbildung: Handelslehrer (Diplom), Bankkaufmann

Zu der Zeit, als Norbert Kunz noch ein Kind in einem Dorf im Taunus war, ging für gewöhnlich nur der Sohn des Arztes aufs Gymnasium. „Dass ich, Sprössling einer Arbeiterfamilie, auch ein Gymnasium besuchen könnte, geschweige denn studiere, war unvorstellbar“, erinnert sich Kunz. Auch für seine Eltern. Sie schickten ihn auf die Hauptschule. Doch seine Lehrer ermutigten ihn, sich mehr zuzutrauen. Heute gehört Kunz zu den wohl profiliertesten Sozialunternehmern Deutschlands. Er hat eines der ersten Carsharing-Unternehmen mitgegründet, mit seinem Unternehmen Social Impact hunderte Social Start-ups unterstützt und ist Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Angefangen hat der Diplom-Handelslehrer in der politischen Bildung für die Alternative Liste, der Vorläuferin der Partei Die Grünen. „Es gab damals kaum Seminarräume für Bildungsarbeit“, erzählt Kunz. Gemeinsam mit engagierten Freunden bezog er in den Achtzigerjahren vier Stockwerke in einem ehemaligen Fabrikgebäude in Berlin Kreuzberg. Hier gründete er 1994 die Firma, die heute Social Impact heißt. Kunz hat mit ihr einen Raum geschaffen, in dem soziales Unternehmertum gefördert wird. Es gibt Besprechungsräume sowie Beratungsangebote zum Thema Finanzierung und zur Vernetzung mit Förderpartnern.

Das Modell ist ein voller Erfolg. Mittlerweile gibt es in zahlreichen deutschen Großstädten Social Impact Labs. „Die Erfolgsquote unserer Start-ups liegt bei über 70 Prozent“, sagt Kunz stolz. In anderen Bereichen läge sie bei nur 10 bis 15 Prozent. Mit Social Impact will der 59-Jährige der Gesellschaft etwas zurückgeben: „Ich habe in meiner Jugend viel Unterstützung und Zuspruch erfahren, das will ich an engagierte junge Unternehmer weitergeben, die mit ihren Ideen soziale Herausforderungen lösen möchten.“

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