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Felix Oldenburg
Aktualisiert am 17.10.2018 - 14:55

Innovationen professionell finanzieren

Generalsekretär Oldenburg © David Ausserhofer

Mit nur 42 Jahren hat Felix Oldenburg bereits viele berufliche Erfolge vorzuweisen. Bei der Förderung sozialen Unternehmertums und politischer Mitbestimmung hat er Maßstäbe gesetzt.

Alter: 42
Arbeitgeber: Bundesverband Deutscher Stiftungen
Funktion: Generalsekretär
Ausbildung: Policy Management (Master), Philosophie (Magister), Politikwissenschaft, Mu-sikwissenschaft

Wenn Felix Oldenburg unterwegs ist, kämpft er gerne mit humanoiden Riesenmaschinen gegen Aliens. Das ist sein Auftrag im Computerspiel ,Into the Breach‘. Klassischen Ballerspielen kann der Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Stiftungen nichts abgewinnen. „Da überlebe ich keine zehn Sekunden“, sagt er. Als Pionier in Sachen soziale Innovationen und Finanzierung hat der 42-Jährige weitaus länger überlebt. Zwischen 2009 und 2016 gründete er als Hauptgeschäftsführer von Ashoka, einer weltweit agierenden Organisation zur Förderung sozialen Unternehmertums, unter anderem die Finanzierungsagentur Fase. Das Modell zur finanziellen Beratung von Sozialunternehmen wurde mittlerweile in anderen europäischen Ländern kopiert.

Oldenburgs wohl größter Coup gelang ihm zwischen 2006 und 2007. Damals arbeitete er bei IFOK, einem Beratungsunternehmen, das sich auf das Thema Beteiligung fokussiert. Oldenburg wollte Menschen aus allen Ländern der EU in einer Konferenz gleichzeitig miteinander ins Gespräch bringen. Die Idee dazu bekam er während seines Masterstudiums in den USA, wo die Tradition der Town Hall Meetings, bei denen sich Politiker mit Bürgern austauschen, gerade wieder auflebte. Mit seinem Projektvorschlag ging er nach Brüssel und stieß auf Zustimmung. „Das war unfassbar“, erinnert sich Oldenburg. Zwischen Oktober 2006 und Mai 2007 diskutierten über 1800 Bürger in 27 Ländern und 23 Sprachen über die Zukunft der EU. „Diese Art der Beteiligung lebt heute noch an ganz vielen Stellen in der EU-Politik weiter“, erklärt Oldenburg stolz.

Als Chef des Bundesverbands Deutscher Stiftungen ist es seit 2016 seine Mission, die oft hunderte Jahre alten Stiftungen für das 21. Jahrhundert attraktiv zu machen. Oldenburgs zweite Karriere, wie er sagt, ist die des Familienvaters. „Das werden die wenigsten Führungskräfte sagen, aber mir ist es wichtig, diese Rolle voll ausleben zu können“, sagt er. Wenn es passe, verlässt er deshalb 15 Uhr sein Büro.

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