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Helmut Kreidenweis
Aktualisiert am 17.10.2018 - 13:58

Digitale Aufklärungsarbeit leisten

Professor Kreidenweis © Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Helmut Kreidenweis ist Autodidakt: Seine Computerkenntnisse hat sich der 58-Jährige selbst beigebracht. Heute ist er Professor für Sozialinformatik und einer der gefragtesten IT-Experten der Sozialwirtschaft.

Alter: 58
Arbeitgeber: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
Funktion: Professor für Sozialinformatik
Ausbildung: Pädagogik (Diplom), psychotherapeutische Zusatzausbildung

„Ich war schon immer Grenzgänger zwischen Technik und Sozialem“, sagt Helmut Kreidenweis über sich. Früher hat der Professor für Sozialinformatik mit Lötkolben und Relais getüftelt. Heute hat er ein eigenes Unternehmen für IT- und Organisationsberatung, ist im Vorstand von Finsoz, dem Fachverband für Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung, und einer der gefragtesten Digitalisierungsexperten der Branche.

Beigebracht hat der Diplom-Pädagoge sich alles selbst, nachdem er in den Achtzigerjahren seinen ersten PC gekauft hat. Er ist der Autor des ersten deutschsprachigen Lehrbuchs für Sozialinformatik und hat zahlreiche Zeitschriftenbeiträge und Bücher veröffentlicht. „Eine Wissenschaftskarriere stand eigentlich nicht auf meinem Plan“, gibt Kreidenweis zu. Doch seine Expertise sprach sich schnell herum und so wurde er 2002 als Professor für Sozialinformatik an die Hochschule Neubrandenburg bestellt, allerdings nur mit einer halben Stelle. Auch an der Universität in Eichstätt arbeitet Kreidenweis nicht Vollzeit. Zu herausfordernd und vielfältig ist seine Arbeit als IT-Berater in der Sozialwirtschaft.

„Viele Sozialunternehmen haben eine fragmentierte und veraltete Softwarelandschaft“, erzählt er. Viele Einrichtungen würden sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen wollen, müssten jedoch erst einmal ihre Hausaufgaben in der klassischen IT machen. Einen Ausgleich zur digitalen Aufklärungsarbeit findet Kreidenweis auf Wanderungen in den Alpen, im Himalaya und in den Anden mit seiner Frau. „Das ist mein Lebenselixir“, sagt er. 

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