ASB LV Bayern

Vorstandschef tritt nach Abrechnungsaffäre zurück

Der Vorstandschef des ASB Bayern ist zurückgetreten. Nach der Abrechnungsaffäre sind noch weitere personelle Konsequenzen angekündigt.

  • Hans-Ulrich Pfaffmann, Vorstandschef des ASB Bayern, hat sein Amt abgegeben.
  • Die übrigen Mitglieder wollen bei den Wahlen im kommenden Frühjahr ausscheiden.
  • Falsche Abrechnungen kosten den Verband laut einer Prüfgesellschaft wohl rund sechs Millionen Euro.

Der Landesvorsitzende Hans-Ulrich Pfaffmann, stand bis zu seinem Rücktritt 17 Jahre an der Spitze des ASB in Bayern. „Ich übernehme für diese Lage die politische Verantwortung“, so Pfaffmann. Er war für die Kontrolle der Geschäftsführung zuständig ist. Das Amt des Vorsitzenden hat nun sein Stellvertreter Horst Arnold kommissarisch übernommen. Bei den Wahlen im kommenden Frühjahr wollen er und die verbliebenen vier Vorstandsmitglieder Platz für einen Neuanfang machen.

ASB droht Schaden von sechs Millionen Euro

Eine Prüfgesellschaft hat in einem Zwischenbericht festgestellt, dass dem Verband nach den falschen Abrechnungen im Rettungsdienst zwischen 2009 und 2016 ein Schaden von rund sechs Millionen Euro droht. Den Bericht sei an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden, teilt der Träger mit.

Neue Richtlinien sollen Fehlverhalten künftig verhindern

Der Landesverband will Möglichkeiten einer Rückzahlung ausloten. Weiter plant der ASB Bayern ein Compliance System. Damit will er über die Einhaltung der Arbeitsrichtlinien wachen, um Fehlverhalten in der Zukunft möglichst zu verhindern.

Der ASB Landesverband Bayern zählt mehr als 180.000 Mitglieder. Parallel zu seinen Aufgaben im Rettungsdienst – von der Notfallrettung bis zum Bevölkerungsschutz – engagiert sich der Landesverband in der Seniorenhilfe, der Kinder- und Jugendhilfe und bietet Hilfen für Menschen mit Behinderung sowie Freiwilligendienste an. ols

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