ASB RV Westhessen

Schaden aus falschen Kita-Rechnungen höher als angenommen

Ex-Mitarbeiter des ASB Westhessen hatten über zehn Jahre Kita-Kosten zu hoch berechnet. Jetzt stellt sich heraus: Der Schaden ist höher als zunächst erwartet.

  • Schaden aus falschen Kita-Abrechnungen beim ASB Westhessen um 700.000 Euro als zunächst angenommen.

  • Gesamtsumme ist seit Dezember 2019 zurückgezahlt.

  • Involvierte Mitarbeiter sind inzwischen nicht mehr beschäftigt.

Nach falschen Abrechnungen für Kitas des ASB Westhessen musste der Regionalverband 2,2 Millionen Euro zurückzahlen. „Der Bereich, über den wir reden, liegt bei 20.000 Euro pro Kita, pro Jahr“, sagt Landesgeschäftsführer Matz Mattern. Der Gesamtbetrag sei seit Dezember 2019 beglichen. Zunächst sei der Verband von einem Schaden von 1,5 Millionen Euro ausgegangen. Nach der Selbstanzeige habe der ASB aber festgestellt, dass eine höhere Summe aufgelaufen sei.

Keine persönliche Bereicherung

„Seit damals wurden die internen Kontrollmechanismen weiterentwickelt“, sagt Mattern. Die Mitarbeiter, die involviert gewesen seien, würden nicht mehr im Unternehmen arbeiten. Bei den Doppelabrechnungen zugunsten des ASB, habe sich von den damaligen Mitarbeitern niemand persönlich bereichert.

In den Jahren 2006 bis 2015 sollen neben Personalkosten auch Abrechnungen für Sach- und Anschaffungskosten von den elf Kindertagesstätten so manipuliert worden sein, dass die Kommunen zu viel Geld an den ASB überwiesen.

Der ASB Westhessen betreibt zwölf Kitas. Daneben engagiert sich der Träger im Katastrophenschutz, der Seniorenbetreuung und der Erste-Hilfe-Ausbildung. dh

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