AWO Bundesverband

Prüfer-Team deckt erste Verstöße auf

„Das Prüfteam war schwer erschüttert“, sagt Wilhelm Schmidt, Präsident des AWO Bundesverbandes, der epd-sozial. Die AWO Kreisverbände Frankfurt am Main und Wiesbaden hätten mehrfach gegen AWO-Governance Regeln verstoßen.

AWO-Präsident Schmidt © AWO Bundesverband

  • Ein Prüferteam des AWO Bundesverbands hat erste Verstöße bei den AWO Kreisverbänden Frankfurt am Main und Wiesbaden aufgedeckt.
  • Die Leitung und Aufsicht in den Verbänden sei nicht getrennt gewesen und die Meldepflicht bei Verträgen nicht eingehalten worden.
  • Unterlagen fehlten und Namen seien geschwärzt worden, heißt es von Seiten des Prüfteams.

Ein Prüfungsteam des AWO Bundesverbands hat erste Verstöße gegen die Governance Regeln des Verbands aufgedeckt. So sei die Leitung und Aufsicht bei den AWO Kreisverbänden Frankfurt am Main und Wiesbaden nicht getrennt und die Meldepflicht bei Honorarverträgen nicht eingehalten worden, berichtet epd-sozial.

Aufsichtsgremien haben versagt

Das Prüfungsteam sei schwer erschüttert, sagte der Präsident des AWO-Bundesverbands, Wilhelm Schmidt, der epd-sozial weiter. Bisher sei zwar noch nicht alles geprüft worden, da Unterlagen und Klarnahmen fehlten. Es sei jedoch klar, dass Aufsichtsgremien versagt und Gehälter aus dem Ruder gelaufen seien, sagte Selvi Naidu, Leiterin des Prüfungsteams, der epd-sozial.

Bundesverband hat keine direkte Eingriffsmöglichkeit

Der Bundesverband fordere eine Entflechtung der Kreisverbände und seine finanziellen Zuwendungen zurück. Außerdem rief der Verband die Delegierten der Kreiskonferenz am 18. Januar dazu auf, dem Vorstand keine Entlastung zu erteilen. Der Bundesverband habe keine direkte Eingriffsmöglichkeit auf den Kreisverband. rv

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