Armut

Paritätischer will regionalen Armutsspiralen entkommen

Der Teufelskreis aus Armut und wegbrechenden Dienstleistungen kann durchbrochen werden, ist Ulrich Schneider überzeugt. Der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes hat auch eine Idee, wie das gelingen kann.

Geschäftsführer Schneider © Paritätischer Wohlfahrtsverband

  • Der Paritätische warnt vor einem Teufelskreis aus Armut und wegbrechenden kommunalen Dienstleistungen wie Bibliotheken und Gesundheitszentren

  • Der Verband schlägt vor, den Solidaritätszuschlag beizubehalten und das Geld gezielt in strukturschwachen Regionen einzusetzen

  • Die Hans-Böckler-Stiftung hatte zuvor eine Studie zu Haushaltseinkommen im regionalen Vergleich veröffentlicht

Staat soll gute Löhne und Infrastruktur sichern

„Manche Regionen wie das Ruhrgebiet befinden sich seit Jahren in einer Armutsspirale, aus der sie aus eigener Kraft kaum noch herauskommen können“, so der Geschäftsführer des Paritätischen, Ulrich Schneider. Der Paritätische fordert daher von den Regierungen in Bund und Ländern, für armutsfeste Löhne, bessere Sozialleistungen und eine solidarisch finanzierte Infrastrukturpolitik zu sorgen.

Mindestlohn reicht nicht

Es gehe um den sozialen Zusammenhalt und die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse, so Schneider. Trotz steigendem Wohlstand würden regelmäßig Aufschwungsverlierer produziert, die aus Wohnungen vertrieben und mit nicht auskömmlichen Mindestlöhnen arbeiten würden. Die Forderungen des Paritätischen gründen auf einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung, die große regionale Unterschiede bei den verfügbaren Haushaltseinkommen zeigt. rv

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe von Wohlfahrt Intern ein ausführliches Interview mit Ulrich Schneider zum Thema Armut.

Quelle: Der Paritätische Gesamtverband

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