ASB LV Bayern

Kredit soll Liquidität sichern

Der ASB Bayern will sich mit einem Kredit vor der Insolvenz retten. Ein mutmaßlicher Abrechnungsbetrug hat den Landesverband an den Abgrund geführt.

  • Der Verband will sich mit einem mittleren einstelligen Millionenbetrag wieder liquide machen.
  • Mit dem Geld will er Schulden bei den Krankenkassen zurückzahlen.
  • Zwischen 2009 und 2016 soll der Verband gefälschte Rechnungen gestellt haben.

Der ASB Landesverband Bayern will sich eine mittlere einstellige Millionensumme leihen, um die Insolvenz abzuwenden. Das Geld solle genutzt werden, um damit das Loch zu stopfen, das ein mutmaßlicher Betrugsfall um gefälschte Rettungsdienst-Abrechnungen in den Haushalt des Verbandes gerissen habe, so ein Sprecher.

Gespräche über Rückzahlungen sind schon im Gang

Der Landesverband muss die Summe nun an die Krankenkassen zurückzahlen. „Die Gespräche mit den Kostenträgern im Rettungsdienst dauern an und die Verbindlichkeiten werden nach für beide Seiten angemessenen Rahmenbedingungen zurückgezahlt“, sagt der Sprecher.

Der Verband soll zwischen 2009 und 2016 Kosten im mittleren einstelligen Millionenbereich abgerechnet haben, ohne dass es dafür konkrete Nachweise gibt. Der ASB hat personelle Konsequenzen gezogen: Mehrere beschuldigte Personen sind inzwischen nicht mehr für den Verband tätig.

Der ASB Landesverband Bayern beschäftigt als reiner Spitzenverband 16 Mitarbeiter. Unter seinem Dach befinden sich 20 Kreis- und Regionalverbände. Deren Geschäftsfelder sind unter anderem Rettungs- und Katastrophenschutz, Altenpflege, Jugend- und Behindertenhilfe, Auslandshilfe sowie Bildungsangebote für Erwachsene. ols

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