ASB RV Erlangen-Höchstadt

Geschäftsabgabe soll Zukunft retten

Der ASB Regionalverband Erlangen-Höchstadt muss Teile seines Geschäfts abgeben. In Zukunft will er finanziell unabhängig vom Landesverband sein.

  • Um wirtschaftlich zu überleben, gibt der ASB Regionalverband Erlangen-Höchstadt den Hausnotruf, eine Demenz-WG, eine Fachstelle für pflegende Angehörige, einen Dolmetscherpool sowie eine Integrationsberatung ab.
  • Wer die Dienste und Einrichtungen übernimmt, ist noch offen.
  • Künftig soll der Verband finanziell unabhängig vom Landesverband sein.

Abgegeben muss der Verband die Betreuung des Hausnotrufs, eine Demenz-WG, eine Fachstelle für pflegende Angehörige, einen Dolmetscherpool sowie eine Integrationsberatung. „Es hat sich herausgestellt, dass der ASB-Regionalverband diese Geschäftsbereiche aus personellen, sachlichen oder finanziellen Gründen nicht betreiben kann“, sagt Insolvenzverwalter Volker Böhm. Wer genau die einzelnen Geschäftsbereiche übernimmt, werde in den kommenden Wochen bekannt gegeben.

Insolvenzplan beinhaltet Vergleich mit Gläubigern

Er ist zuversichtlich, den Regionalverband vor dem Aus bewahren zu können. „Ich habe erläutert, dass wir eine Sanierung mit Hilfe eines Insolvenzplanes erreichen können. Mit einem solchen Plan, der einen Vergleich mit den Gläubigern beinhaltet, wird der Verein entschuldet und neu aufgestellt“, berichtet Böhm. Zuvor hatte er die Mitglieder auf einer Versammlung über die anstehende Sanierung informiert.

Landesverband hatte Regionalverband in die Insolvenz getrieben

Der ASB Erlangen-Höchstadt war in wirtschaftliche Schieflage geraten, nachdem Zahlungen vom bayerischen Landesverband ausblieben, der seinerseits ums wirtschaftliche Überleben kämpft. Künftig will er sich nicht wieder abhängig machen. „Es ist natürlich Ziel des Verfahrens, dass der Regionalverband durch die Sanierung so aufgestellt ist, dass er ohne finanzielle Unterstützung durch den Landesverband auskommen wird“, so ein Sprecher des Insolvenzverwalters.

Der ASB Regionalverband Erlangen-Höchstadt beschäftigt 81 Mitarbeiter und ist vorrangig in der Flüchtlingshilfe und im Sanitätsdienst tätig. Daneben betreibt er eine Fachstelle für pflegende Angehörige. ols

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