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ASB Hannover
Aktualisiert am 12.12.2019 - 11:28

Ex-Geschäftsführer muss wegen Betrug ins Gefängnis

Ein ehemaliger Geschäftsführer des ASB Hannover muss wegen Betrugs für sechseinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Verband will sich das unterschlagene Geld zurückholen.

  • Ehemaliger Geschäftsführer des ASB Hannover muss wegen schwerer Untreue ins Gefängnis.
  • Der Mann soll gemeinsame Sache mit den Verantwortlichen einer Sicherheitsfirma gemacht und einen Schaden von 3,5 Millionen Euro verursacht haben.
  • Der Verband will sich das Geld mit Schadensersatzforderungen zurückholen.

Das Landgericht Hildesheim hat einen Ex-Geschäftsführer einer ASB-Tochter wegen besonders schwerer Untreue verurteilt. Knapp 3,5 Millionen Euro soll er im Bereich Flüchtlingshilfe in den Jahren 2016 und 2017 für Leistungen an eine Sicherheitsfirma gezahlt haben, die nie erbracht wurden. Sein Komplize bei der beauftragten Sicherheitsfirma muss unter anderem wegen Beihilfe für 3,5 Jahre ins Gefängnis.

Ehefrau wegen Geldwäsche verwarnt

In einem abgetrennten Prozess wurde bereits die Ehefrau des früheren ASB-Verantwortlichen wegen Geldwäsche verwarnt: Die Angeklagte muss zusammen mit ihrem Mann143.000 Euro zurückzahlen. Darüber hinaus will das Gericht im kommenden Frühjahr drei weiteren mutmaßlich Beteiligten den Prozess machen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Männern vor, auf Seiten der Sicherheitsfirma ebenfalls Beihilfe zur Untreue geleistet zu haben.

Der ASB Hannover will sich das verlorene Geld zurückholen und hat gegen sämtliche Angeklagten Schadensersatzforderungen in die Wege geleitet. „Der ASB ist der Geschädigte in diesem Verfahren und wird versuchen, dass die Verursacher den Schaden wieder gutmachen müssen“, so Landesgeschäftsführer Udo Zachries. Der ASB Hannover hat neun Rettungswachen sowie einen Pflegestützpunkt und eine Tagespflege. ols

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