ASB RV Erlangen-Höchstadt

Abrechnungsaffäre bringt Verband in die Bredouille

Die Abrechnungsaffäre im Rettungsdienst beim ASB Bayern bringt den Regionalverband Erlangen-Höchstadt in Not. Der Landesverband kann dringende Unterstützung nicht mehr leisten.

  • Der ASB Regionalverband Erlangen-Höchstadt steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
  • Nach der Abrechnungsaffäre kann der Landesverband der ASB-Gliederung keine finanzielle Unterstützung mehr leisten.
  • Mehrere Abteilungen sollen kurzfristig schließen.

Der Regionalverband des ASB in Erlangen-Höchstadt muss mehrere Abteilungen kurzfristig schließen. Nach der Abrechnungsaffäre im Rettungsdienst beim ASB Bayern stehen hohe Rückzahlungsforderungen der Kassen im Raum, was auch den ASB Erlangen-Höchstadt in wirtschaftliche Schwierigkeiten bringt. Wegen der „unklaren zukünftigen Verpflichtungslage“ könne der Landesverband die örtliche ASB-Gliederung nicht weiter wie geplant unterstützen, schreibt der Onlinedienst der Zeitung Nürnberger Nachrichten.

Regionalverband strebt Sanierung an

Erlangen-Höchstadt sei schon seit Mai 2018 auf Darlehen angewiesen, da die Personal- und Verwaltungskosten zu hoch seien. Der Regionalverband gehe nun eine Sanierung an. Defizitäre Abteilungen würden geschlossen. Unklar ist, welche Bereiche das sind und wie viele Mitarbeiter davon betroffen sind. Derzeit fänden auf vielen Ebenen Gespräche statt, um die angestrebte Sanierung des ASB Regionalverbandes Erlangen-Höchstadt auf den Weg zu bringen, teilt der Landesverband mit. Sobald die Gespräche abgeschlossen seien, werde sich der Regionalverband an die Öffentlichkeit wenden.

Der Ex-Geschäftsführer und ein weiterer Mitarbeiter des ASB Bayern stehen im Verdacht, über Jahre hinweg Abrechnungen im Rettungsdienst manipuliert zu haben. Von den Krankenkassen soll der Verband auf diese Weise rund fünf Millionen Euro zu unrecht kassiert haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall.

Klage gegen fristlose Kündigung vertagt

Der Ex-Geschäftsführer wehrt sich unterdessen juristisch gegen seine fristlose Kündigung. Der Streit dreht sich um einen mutmaßlich widerrechtlichen Gebrauch von zwei Dienstwagen. Eine erste Güteverhandlung vor dem Nürnberger Arbeitsgericht dazu ging nach wenigen Minuten ohne Einigung zu Ende. In diesem Streit geht es nach Angaben der Zeitung um rund 100.000 Euro. Im Januar wird die Verhandlung fortgesetzt. dh

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