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BRK
Aktualisiert am 28.08.2019 - 17:15

Verdacht auf Datenleck sorgt für Aufregung

© Jörg F. Müller / DRK

Das BRK soll sensible Daten von Blutspendern an den Internetkonzern Facebook weitergegeben haben. Das Rote Kreuz in Bayern dementiert.

  • Der Blutspendedienst des BRK steht im Verdacht, sensible Spenderdaten an Facebook weitergereicht zu haben.

  • Das BRK dementiert, will den Fall aber prüfen lassen.

  • Das bayerische Landesamt für Datenschutz soll den Verdacht prüfen.

Der Blutspendedienst des BRK steht nach einem möglichen Datenleck in der Kritik. Sensible Daten von Blutspendern sollen an den Internetkonzern Facebook gegangen sein. Das BRK weist die Darstellung der Süddeutschen Zeitung jedoch zurück, wonach intime Angaben zu HIV-Infektionen, Schwangerschaftsabbrüche, Drogenkonsum oder Diabetes weitergeleitet worden seien.

Bußgeld möglich

Der Träger hat das Bayerische Landesamt für Datenschutz eingeschaltet, um den Fall unabhängig prüfen zu lassen. Die Datenschutz-Grundverordnung räumt der Aufsichtsbehörde einen umfangreichen Katalog von Befugnissen ein. Je nach Ausgang der Prüfung, könnte auf das BRK ein Bußgeld zukommen.

Der Blutspendedienst des BRK nutzt das Marketing-Tool Facebook Pixel, um Spender anzuwerben und zu registrieren, heißt es im Bericht der Süddeutschen. Darüber seien auch sensible Informationen an das Social-Media-Unternehmen gelangt.

Rund 650 Mitarbeiter sind für den Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes aktiv. Gut 250.000 Spender geben jährlich circa 500.000 Spenden ab. ols

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