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DRK LV Thüringen
Aktualisiert am 23.03.2020 - 11:57

Schutzausstattung reicht nur noch wenige Tage

Beim DRK Thüringen geht mehreren Rettungsdiensten die Schutzausrüstung aus. Der Verband ruft Bund und Land um Hilfe.

  • Die Schutzausstattung mehrerer Rettungsdienste des DRK Thüringen geht zur Neige.

  • Der Verband fürchtet um die Einsatzfähigkeit des Rettungsdiensts.  

  • Bund und Land sollen Ausrüstung organisieren.

Bei einigen Rettungsdiensten des DRK Thüringen reicht die Schutzausstattung für Mitarbeitende nur noch wenige Tage. Lieferengpässe machen dem Verband zufolge die Beschaffung schwierig bis unmöglich. Insbesondere bei den Atemmasken gebe es große Probleme. Einerseits sei der Markt leergefegt, andererseits seien die Preise extrem gestiegen und für die Rettungsdienste nicht finanzierbar.

Bund und Land sollen Ausrüstung organisieren

Der Verband mache sich große Sorgen, sagt Peter Schreiber, Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverbands Thüringen. Man müsse damit rechnen, dass die ersten Rettungsdienste des Verbands bald nicht mehr voll einsatzfähig seien. Bund, Land, Landkreise sowie kreisfreie Städte müssten sofort helfen und neue Ausrüstung organisieren. „Die Lage ist wirklich sehr ernst“, sagt Schreiber.

Besondere Schutzvorkehrungen minimieren Bestand

Die Corona-Pandemie führe zu einer besonderen Situation bei den Ausstattungsbeständen. Bei immer mehr Einsätzen müssten Rettungskräfte besondere Schutzvorkehrungen treffen, wie das Anlegen von Schutzanzügen und Atemmasken. Erschwerend komme hinzu, dass einige Kliniken in Thüringen bei jeder Einlieferung von Patienten in die Notaufnahme erwarten, dass Patient und Rettungskräfte Atemmasken tragen. Das führe bei den Rettungsdiensten zu einer rapiden Abnahme der Bestände.

Der DRK Landesverband Thüringen ist der Dachverband für 24 Kreisverbände im Bundesland. In der Geschäftsstelle arbeiten über 30 Mitarbeitende. Der Verband hat rund 55.000 Fördermitglieder und rund 8.100 ehrenamtliche Mitglieder. sd

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