DRK KV Hanau

Pfleger fordern Bezahlung nach DRK-Reformtarif

Die Pfleger des DRK Kreisverbandes Hanau streiken für mehr Geld. Geschäftsführerin Gudrun Schröter versteht den Unmut, sieht sich aber als falsche Adressatin für den Protest.

  • 30 von 170 Mitarbeitern streikten für mehr Geld.

  • Sie fordern für ihr Haus den DRK-Reformtarif.

  • Geschäftsführerin nimmt Kassen in die Pflicht.

 

Laut Verdi ist ein Viertel mehr Geld möglich

Gut 30 von 170 Mitarbeitern der ‚Wohnen und Pflege im Alter in Maintal gGmbH‘, einer Tochter des Kreisverbandes, haben an der von Verdi initiierten Protestaktion teilgenommen. Sie verlangen eine Bezahlung nach dem DRK-Reformtarif. Laut Gewerkschaft würden die Pfleger mit diesem Tarif gut ein Viertel mehr Geld bekommen: Eine examinierte Pflegekraft im vierten Jahr erhielte 36.751 statt 29.037 Euro pro Jahr.

Spagat zwischen guter Bezahlung und Refinanzierbarkeit

Geschäftsführerin Gudrun Schröter hat Verständnis für die Forderungen. Sie wisse, dass die Lebenshaltungskosten im Rhein-Main-Gebiet überdurchschnittlich hoch seien. Doch sie hält den DRK-Reformtarif für nicht finanzierbar. „Wir müssen einen Kompromiss finden zwischen dem von Verdi geforderten DRK-Reformtarifvertrag und einem Gehaltsgefüge, das den Erhalt unserer Stellen und den damit verbundenen Arbeitsbedingungen nicht gefährdet“, so ihr Vorschlag.

Kassen sollen Lohnsteigerungen mitfinanzieren

Die Probleme müssten darüber hinaus auf politischem Wege gelöst werden, fordert die Geschäftsführerin. Ihre Kritik richtet sich an die Pflegekassen. Diese zahlten auch bei steigenden Löhnen den gleichen festgeschriebenen Satz. „Das ist weder sozial gerecht noch hinnehmbar“, so Schröter.

Der DRK Kreisverband Hanau beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 250 hauptamtliche Mitarbeiter. Mit jeweiligen Tochtergesellschaften ist sowohl in der stationären Pflege, wie auch im Rettungsdienst aktiv. ols

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