DRK KV Hamburg-Harburg

Kitas und Rettungsdienst sorgen für hohes Defizit

Das DRK Hamburg-Harburg hat 2018 ein Minus von mehr als 600.000 Euro gemacht. Nun will der Kreisverband gegensteuern.

  • Das DRK Hamburg-Harburg hat 2018 einen Verlust von mehr als 600.000 Euro zu verzeichnen.
  • Die Gründe für das Minus lägen nach Angabe des Verbands in unbesetzten Stellen in Kitas und rückläufigen Einsatzzahlen bei Krankentransporten.
  • Ausländische Kräfte sollen Erzieher-Notstand beenden und steigende Einsatzzahlen in der Notfallrettung den Rettungsdienst profitabel machen.

Unbesetzte Stellen in Kitas und rückläufigen Einsatzzahlen bei Krankentransporten setzen das DRK Hamburg-Harburg unter Druck. Für 2018 weist der Jahresbericht einen Fehlbetrag von 616.000 Euro aus. Im vergangenen Jahr blieben im Kinder- und Jugendbereich von 450 Stellen durchschnittlich etwa 30 unbesetzt, was zu niedrigeren Erträgen aufgrund einer geringeren Auslastung von Kitas geführt habe, teilt der Verband mit. Ein weiterer Grund für das Minus seien die rückläufigen Einsatzzahlen im Krankentransport, die Ärzte immer seltener verordneten.  

Angelernte Kräfte sollen Personalmangel beseitigen

Diesen Missständen im Kinder- und Jugendbereich will das Rote Kreuz mit Ausbildung entgegenwirken. So hätten 19 Menschen mit Migrationshintergrund Anfang 2019 eine dreimonatige Ausbildung absolviert, die nun als Zweitkraft in Kitas eingesetzt würden. „Damit konnten wir schon jetzt den überwiegenden Teil der offenen Stellen wiederbesetzen“, sagt Vorstand Harald Krüger.

Einsätze in Notfallrettung sollen mehr Ertrag bringen

Das überschüssige Personal im Krankentransport will der Kreisverband über die normale Fluktuation abbauen. Dies werde voraussichtlich bis Mitte 2020 dauern, berichtet Krüger. Außerdem verspricht er sich mehr Einsätze in der Notfallrettung. Das Harburger Rote Kreuz sei dort seit Ende 2018 deutlich stärker eingebunden.

Der DRK-Kreisverband beschäftigt in der norddeutschen Metropole rund 1000 Mitarbeiter. Seine Geschäftsfelder sind Rettungsdienst und Katastrophenschutz, darüber hinaus die Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Behinderten sowie die Pflege älterer Menschen. ols

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