Untreue

Keine Reue beim Ex-DRK-Geschäftsführer

Wenig Schuldbewusstsein beim Ex-Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Aachen-Stadt: Der wegen Untreue vor dem Landgericht Aachen Angeklagte hat die Nutzung von Sportwagen als Dienstfahrzeuge verteidigt.

AACHEN - Neben einem BMW Mini standen Ex-Geschäftsführer Gerhard Herwartz auch ein BMW X3 sowie eine Chevrolet Corvette zur Verfügung. Die Frage des Richters nach den kostspieligen Sportflitzern quittierte Gerhard Herwartz den Aachener Nachrichten zufolge mit dem Kommentar, man könne zwar „trefflich darüber streiten, ob das eine Corvette hätte sein müssen. Aber in den USA fahren damit die Hausfrauen zum Einkaufen.“ Herwartz beteuerte den Berichten nach, der Vorstand habe davon gewusst.

Auch die Vorwürfe zu dubiosen Beraterverträgen bestritt der Ex-Geschäftsführer. Herwartz soll Beraterhonorare ohne Gegenleistung bezogen haben. Dem Kreisverband sei  ein Schaden von mehr als 70.000 Euro entstanden, meldet das Blatt. Herwartz sieht die Sache anders: Beratung habe stattgefunden und er nur auf Anweisung des Vorsitzenden gehandelt habe.

Der Vorsitzende hat den Berichten nach seine Schuld jedoch bereits anerkannt und sich gegenüber dem DRK zu einer Rückzahlung verpflichtet – von 70000 Euro.

 

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