DRK Kliniken Nordhessen

Geschäftsführer muss wegen wirtschaftlicher Schieflage gehen

Die DRK Kliniken Nordhessen stecken in akuten finanziellen Schwierigkeiten. Neues Führungspersonal und eine Schließung sollen nun die Wende einläuten.

Das DRK-Krankenhaus in Kassel-Bettenhausen © DRK Kliniken Nordhessen

  • DRK Kliniken Nordhessen entlassen Geschäftsführer.

  • Klinik-Verkauf soll sechsstelligen Betrag in die Kasse bringen.

  • Ein Restrukturierungsmanager soll die Einrichtungen wirtschaftlich machen.

Die DRK Kliniken Nordhessen haben Geschäftsführer Michael Gribner entlassen und wollen eines ihrer Krankenhäuser schließen. Grund sei ein deutliches Defizit, zu dessen aktuellen Höhe der Träger keine Angaben macht. 2017 lag der Jahresfehlbetrag bei mehr als drei Millionen Euro.

Mit den Erlösen aus dem Verkauf der Klinik in Kassel-Bettenhausen wollen die DRK Kliniken einen sechsstelligen Betrag einsparen. Darüber hinaus hat das Unternehmen einen der bisherigen Geschäftsführer abberufen. Sein Nachfolger an der Seite von Claudia Nehrig soll im kommenden Februar Jens Horstmann werden, bisheriger Prokurist und Chef der Finanzbuchhaltung.

Kliniken wollen Sachkosten reduzieren

Weiter will der Träger Sachkosten reduzieren sowie auf Leihpersonal verzichten. Ende des Jahres soll es zudem einen Restrukturierungsmanager geben, der die Einrichtungen wirtschaftlich macht. „Wir müssen die Kosten für unsere Investitionen selbst erwirtschaften können, um wettbewerbsfähig zu sein“, so die Chefin. Bis 2021 will das DRK so wieder schwarze Zahlen schreiben.

Die DRK Kliniken Nordhessen beschäftigten an drei Standorten in Kassel rund 900 Mitarbeiter. Diese betreuen jährlich 15.000 Patienten stationär und 50.000 Personen ambulant. ols

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