DRK Trägergesellschaft Süd-West

Altes Dienstkonto war Einfallstor für Hackerangriff

Die Schwachstelle ist gefunden: Über ein zehn Jahre altes Dienstkonto konnten Hacker Mitte Juli eine Schadsoftware in das Netzwerk der DRK Trägergesellschaft Süd-West schleusen. Die Politik zieht Konsequenzen.

  • Über ein altes Dienstkonto ist eine Schadsoftware von Hackern in das Netzwerk der DRK Trägergesellschaft Süd-West gelangt.

  • Mitte Juli legte der Cyber-Angriff die Server des Unternehmens lahm.

  • Das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz will mehr Geld in die IT-Sicherheit im Gesundheitswesen investieren.


Ein zehn Jahre altes Dienstkonto war das Einfallstor für den Hackerangriff auf die DRK Trägergesellschaft Süd-West im Juli. „Über das alte Dienstkonto hat sich der Virus lediglich verbreitet“, sagt Bernd Decker, Geschäftsführer der Trägergesellschaft. Dies hätte auch über ein anderes Konto passieren können und sei deshalb eher ein Zufall. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts würden noch laufen.

Ministerium will mehr Geld für IT-Sicherheit bereitstellen

Das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz hat auf die Cyber-Attacke reagiert. Es will zur Sicherung der IT-Infrastruktur von Gesundheitseinrichtungen zusätzliche Mittel aus dem Krankenhausstrukturfonds bereitstellen. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Gesundheitsministerin von Rheinland-Pfalz, berief deshalb Mitte August einen Runden Tisch IT-Sicherheit ein.

Projektgruppe soll Maßnahmen erarbeiten

Eine Projektgruppe soll bis Ende des Jahres ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen vorlegen. „Die Attacke auf die DRK Trägergesellschaft Süd-West war die bisher bundesweit umfassendste auf die IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen.“, sagt Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler. Der Angriff zeige die generelle Verwundbarkeit der kritischen Infrastruktur von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen.

Die DRK Trägergesellschaft Süd-West betreibt elf Krankenhäuser an dreizehn Standorten und vier Altenpflegeeinrichtungen. Die Einrichtungen verteilen sich auf die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland. Rund 4200 Beschäftigte versorgen über 80.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr. sd

zurück | drucken

Artikel weiterempfehlen

Frage des Monats

Krankenkassen oder Sozialämter sind oft unterschiedlich weit bei der Digitalisierung. Wie laufen bei Ihnen Kommunikation und Abrechnung?

Vollständig digital

Teils digital, teils analog

Weitgehend analog


Ergebnisse

Die aktuelle Ausgabe

Titelthema: Innovationen

Neue Energien freisetzen

weiter

Leider falsch - wir korrigieren

Alle Menschen machen Fehler – bei Journalisten sind sie leider gleich gedruckt. Manchmal rutscht uns eine missglückte Formulierung durch, manchmal eine falsche Zahl. Das tut uns leid. Hier finden Sie die Korrekturen.

Probleme auf der Webseite?

Falsche Darstellung, fehlerhafter Link, fehlende Funktion? Bitte melden Sie Probleme mit der Webseite unserem Administrator. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe! Fehler melden

 

Unser Wohlfahrt Intern E-Paper

Lesen Sie Wohlfahrt Intern jetzt auch als E-Paper

E-Paper hier öffnen

Seite weiterempfehlen