Diakonie Erzgebirge

Rechte Musiker in Tagespflege sorgen für Kritik

In einer Tagespflege der Diakonie im Erzgebirge sind Musiker mit Kontakten in die rechte Szene aufgetreten. Der Verband zieht Konsequenzen.

  • In einer Tagespflege der Diakonie Erzgebirge spielte eine Musikgruppe, die Kontakte in die rechte Szene hat.

  • Der Verband stellt seinen Einrichtungsleitern eine Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit zur Verfügung.

  • Einrichtungsleiter sollen Parolen künftig schon im Vorfeld erkennen.

Die Musiker sind Mitglieder des Vereins „Heimattreue Niederdorf“, dessen Vorsitzender unter Beobachtung des Verfassungsschutzes steht. Der Auftritt fand in einer Tagespflege in Lugau im Erzgebirge statt. Dieser sei umsonst gewesen, erst im Nachhinein habe er in sozialen Medien von der möglichen Gesinnung der Musiker erfahren, sagt Ruben Meyer, Vorstand der Diakonie Erzgebirge.

Mitarbeiter für rechte Agitation sensibilisieren

Die Musiker dürfen künftig nicht mehr in den Einrichtungen der Diakonie spielen. Meyer will zudem seine Einrichtungsleiter sensibilisieren, damit sie sich nicht von Rechten instrumentalisieren lassen. „Wir werden ihnen eine Handreichung zum Umgang mit Rechtspopulismus und Fremdenfeindlichkeit zur Verfügung stellen“, sagt der Vorstand. Das Papier der ‚AG Kirche für Demokratie und Menschenrechte Sachsen‘ informiere über rechte Bewegungen in Sachsen. Auch der Verein Heimattreue Niederdorf wird darin erwähnt.

„Die Gefahr besteht allgemein vor Allem wohl darin, dass die Angebote von Gruppen mit rechtsextremistischen Hintergrund nicht vordergründig als rechtspopulistisch zu erkennen sind“, sagt Meyer. Er will künftig beratend zur Seite stehen, wenn nicht klar sei, ob es sich bei Gästen um Rechtsextreme handele.

Drittgrößter Arbeitgeber im Erzgebirge

Die Diakonie Erzgebirge beschäftigt mehr als 1600 Mitarbeiter und ist eigenen Angaben zufolge der drittgrößte Arbeitgeber im Erzgebirgskreis. Zu ihren Einrichtungen gehören unter anderem sieben Altenpflegeheime, sechs stationäre Behinderteneinrichtungen, zwei Sozialstationen, drei Kitas. Darüber hinaus gibt es Angebote für Betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege und Tagespflege sowie diverse Beratungsangebote. ols

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