Diakonisches Werk Hannover

Pfleger will nach Verdi-Tarif bezahlt werden

Der Diakonie Hannover steht ein Rechtsstreit mit einem Pfleger ins Haus. Die Entscheidung des Arbeitsgerichts Hannover könnte Konsequenzen für weitere Beschäftigte haben.

  • Ein Pfleger der Diakonie Hannover fordert vor dem Arbeitsgericht Hannover Bezahlung nach Verdi-Tarif.
  • Von der Entscheidung könnten 600 Mitarbeitende betroffen sein.
  • Gericht wird im kommenden März entscheiden.

Ein Pfleger in einem ambulanten Dienst der Diakonie Hannover will nach dem zwischen der Diakonie in Niedersachsen und Verdi vereinbarten Tarifvertrag bezalht werden. Vor dem Arbeitsgericht Hannover klagt der Beschäftigte daher auf Lohnnachzahlungen. Der Unterschied beträgt mehrere hundert Euro pro Monat. Nach Ansicht des Pflegers gelte für ihn der bereits 2014 geschlossene Tarifvertrag. In dessen Folge mussten alle diakonischen Einrichtungen dem Dienstgeberverband der Diakonie in Niedersachsen beitreten und den mit der Gewerkschaft ausgehandelten kirchengemäßen Tarifvertrag zahlen.

„Die betroffene Diakoniestationen Hannover, hält sich aber gerade nicht an diese oder irgendeine andere kirchenrechtliche Regelung“, sagt Peer Pfingsttag,Vorsitzender der Mitarbeitervertretung im Eylarduswerk, Bad Bentheim und Mitglied der Verdi Tarifkommission Diakonie Niedersachsen. Sie bezahle nach einer Richtlinie, die sich die Geschäftsführung der Einrichtung selbst ohne irgendeine Mitbestimmung gegeben habe.

Gütetermin blieb ohne Erfolg

Die Entscheidung könnte Konsequenzen für die anderen Beschäftigten des diakonischen Dienstes haben. Der Zeitung Hannoversche Allgemeine zufolge geht es um rund 600 Mitarbeitende. Geschäftsführer Rainer Müller-Brandes äußerte sich nicht auf Nachfrage zu dem Prozess und den Konsequenzen aus einem möglichen Urteil. Das Arbeitsgericht Hannover hat den Kammertermin auf den 4. März 2020 festgelegt. Ein Gütetermin habe bereits stattgefunden, auf dem sich die Parteien nicht über die Bezahlung hätten einigen können.

Das Diakonische Werk Hannover beschäftigt rund 1700 Mitarbeiter. Hauptgeschäftsfelder sind die Kinder- und Jugendhilfe, die Altenpflege sowie diverse Beratungsangebote. ols

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