Pflegebudget

Pflegepersonal-Regelung braucht dringend Modernisierung

Die Regeln zur Bestimmung des Pflegeaufwandes in Krankenhäusern erleben ein Revival. Die Regeln seien jedoch völlig veraltet, kritisiert Christoph Radbruch, Vorsitzender des Verbands evangelischer Krankenhäuser.

DEKV Vorsitzender Radbruch © DEKV / Hans-Christian Plambeck

  • Die Pflegepersonal-Regelung muss aktualisiert und erweitert werden, fordern die evangelischen Krankenhäuser.

  • Parameter zur Bestimmung des Pflegeaufwands müssten an heutige Verhältnisse angepasst werden.

  • Hintergrund der Forderung ist die Einführung von Pflegebudgets und die Entwicklung eines Instruments zur Bemessung des Bedarfs an Pflegepersonal.

Die Pflegepersonal-Regelung (PPR) müsse dringend modernisiert werden, sagt Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes. Der DEKV fordert, die vorhandenen Parameter zur Bestimmung des Pflegeaufwands zu aktualisieren und zu erweitern. „So sind Anpassungen von Tätigkeiten und Aufgaben wie auch des Zeitaufwands notwendig, um den heutigen Krankenhausalltag in der Pflege realistisch abzubilden“, sagt Radbruch.

Beziehungsarbeit berücksichten

Die neue PPR soll etwa die Bedürfnisse vulnerabler Patientengruppen berücksichtigen. „Hier ist die Beziehungsarbeit ein zentrales Element der Versorgung. Daher gilt es, Beratung, Zuwendung und Beziehungsarbeit in der neuen PPR unbedingt mitzudenken“, fordert Radbruch.

Hintergrund der Forderung ist die Herauslösung der Pflegekosten aus den Fallpauschalen und die Einführung eines Pflegebudgets. Die noch aus den 1990er Jahren stammende PPR bildet die Grundlage für ein Instrument, das den Bedarf an Pflegepersonal bemessen soll. Das Instrument soll Krankenhäusern und Kassen helfen, individuelle Pflegebudgets auszuhandeln.

Vorschlag bis Ende des Jahres

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Deutsche Pflegerat und die Gewerkschaft Verdi entwickeln derzeit ein Instrument zur Bemessung des Pflegepersonalbedarfs und zur Ausstattung mit Pflegepersonal für Krankenhäuser. Bis Jahresende sollen die Partner dem Bundesministerium für Gesundheit einen Vorschlag für ein Verfahren präsentieren. dh

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