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TVöD-Streit
Aktualisiert am 03.06.2015 - 16:00

Kirchen bangen um ihre Kitas

Die Kirchen in Westfalen bangen angesichts der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst um ihre Kitas. Da die Tarife gekoppelt sind, wären die Einrichtungen bei einer Lohnerhöhung nicht mehr zu finanzieren, so die Befürchtung.

HAGEN - Selbst bei einer geringfügigen Lohnsteigerung sei die Finanzierung der Kindertageseinrichtungen in ein oder zwei Jahren kaum mehr schultern, warnt Hans-Gerd Mummel auf der Online-Plattform ‚Der Westen‘. Mummel ist Geschäftsführer der Katholischen Kindertageseinrichtungen Siegerland-Südsauerland. Schon jetzt sei der Betrieb von Kindertagesstätten für freie Träger ein Zuschussgeschäft. Während die Kindpauschalen, die das Land Nordrhein-Westfalen bezahle, jährlich nur um 1,5 Prozent erhöht würden, seien die Personalkosten für Erzieher in den vergangenen Jahren teils um mehr als drei Prozent gestiegen.

Kitas als Zuschussgeschäft

Um das auszugleichen, schieße das Bistum Paderborn ebenso Geld hinzu wie die Kirchengemeinden und die Kommunen, so Mummel. „Wenn sich aber an der Finanzierung nicht bald etwas ändert, dann bekommen wir ein Problem“, mahnt er. Auch auf evangelischer Seite wird geklagt. 15 Prozent lägen die tatsächlichen Kosten mittlerweile über den Pauschalen, die das Land bezahle, so Christian Heine-Göttelmann, Vorstand der Diakonie Westfalen, gegenüber ‚Der Westen‘.  „Wir freuen uns, wenn unsere Mitarbeiter angemessen entlohnt werden“, betont er, „aber die Belastung steigt jedes Jahr mehr.“ ols

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