Evangelische Kirche in Deutschland

Eigenes Schiff soll Geflüchtete retten

Die Evangelische Kirche in Deutschland steigt mit einem Schiff in die Seenotrettung im Mittelmeer ein. Die Mannschaft sollen jedoch andere stellen.

Ratsvorsitzender Bedford-Strohm (rechts) mit dem Landesbischof von Hannover Ralf Meister bei einer Solidaritätsaktion für das Schiff © EKD

  • Die Evangelische Kirche gegründet einen Verein, der Spenden für ein eigenes  Rettungsschiff im Mittelmeer sammeln soll.
  • Die Kirche rechnet mit einem siebenstelligen Betrag.
  • Schon im kommenden Frühjahr könnte das Rettungsschiff in See stechen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will gemeinsam mit anderen Institutionen und Engagierten in den kommenden Wochen einen Verein gründen, der ein Schiff für den Rettungseinsatz kaufen soll. Das teilte der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, mit. Zu den Einrichtungen, die sich beteiligen, zählen Sportvereine, Hilfsorganisationen, Unternehmen, Kirchengemeinden, Schulen, Theater, Netzwerke und Initiativen von Ehrenamtlichen.

Siebenstelliger Kaufpreis

Die Kirche rechnet mit einem niedrigen siebenstelligen Kaufpreis. Den Betrag will die EKD vor allem über Spenden finanzieren, die der Verein sammelt. Kirchensteuern sollen nur in den Aufbau des Bündnisses fließen.

Eine zivile Seenotrettungsorganisation soll das Schiff künftig betreiben. Die EKD befindet sich aktuell im Gespräch mit professionellen Seenotrettern, um geeignete Partner zu finden. Die EKD hofft, dass das Schiff schon im kommenden Frühjahr zum Einsatz kommt.

Kirche und Diakonie würden im Rahmen ihrer entwicklungspolitischen und humanitären Aktivitäten seit Jahrzehnten dazu beitragen, dass weltweit Menschen in Not gerettet werden, sagte Landesbischof Bedford-Strohm. „Solange schutzsuchende Menschen im Mittelmeer ertrinken und staatliches Handeln versagt, werden wir die zivile Seenotrettung nach Kräften unterstützen.“ br

 

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