Agaplesion

Ediacon bekommt neuen Hauptgesellschafter

Agaplesion will seine Anteile bei Ediacon auf 60 Prozent erhöhen. Der diakonische Träger würde so zum Branchenprimus.

  • Agaplesion übernimmt 60 Prozent der Anteile von Ediacon.

  • Die Übernahme soll zum 1. Januar 2020 erfolgen.

  • Der Verbund soll Wettbewerbsvorteile bieten.

Agaplesion übernimmt zum 1. Januar 2020 die Steuerung und Betriebsführung der Ediacon. Weitere Gesellschafter sind die Bethanien Diakonissen-Stiftung, das Diakonissenhaus Leipzig, das Diakoniewerk Martha-Maria sowie die Anhaltische Diakonissenanstalt. Sie sollen Miteigentümer der Holding bleiben. Das haben die Gesellschafter der Ediacon Anfang Juli entschieden.

Arbeitsplätze langfristig sicherer

Die Zusammenarbeit habe sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt, sagt Hubertus Jaeger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ediacon. Ziel des Zusammenschlusses sei es, die erheblichen Vorteile eines größeren Verbundes zu nutzen.

Durch den engeren Zusammenschluss erweiterten beide Unternehmen ihre medizinische und pflegerische Kompetenz, sagt Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender von Agaplesion. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeute der Zusammenschluss noch stabilere und interessantere Arbeitsplätze.

Agaplesion wächst

Die gemeinnützige Aktiengesellschaft Agaplesion hat 2018 mehr als 1,2 Milliarden Euro umgesetzt. Nach der Übernahme stiege der diakonische Träger mit rund 1,4 Milliarden Euro Umsatz zum größten freigemeinnützigen Sozialunternehmen in Deutschland auf, noch vor den v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel.

Die Ediacon mit Sitz in Leipzig betreibt in Sachsen und Sachsen-Anhalt Krankenhäuser, Altenpflege- und Rehabilitationseinrichtungen, Medizinische Versorgungszentren sowie soziale Einrichtungen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 2500 Mitarbeitende und hat 2017 einen Umsatz von rund 175 Millionen Euro gemacht.

Agaplesion hat bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 23 Krankenhäuser, 35 Wohn- und Pflegeeinrichtungen, 800 Betreuten Wohnungen, 34 Medizinische Versorgungszentren, 15 Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie. In den Einrichtungen arbeiten knapp 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. br

 

 

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