Agaplesion

Arzt erhält Entschädigung nach erfolgloser Bewerbung

Die Agaplesion Frankfurter Diakoniekliniken haben sich mit einem konfessionslosen Arzt auf einen Vergleich geeinigt. Der Mann erhält eine vierstellige Summe.

  • Die Agaplesion Frankfurter Diakoniekliniken haben sich mit einem Arzt auf einen Vergleich geeinigt.

  • Der Arzt erhält 5.000 Euro Entschädigung.

  • Der Träger soll den Arzt nicht eingestellt haben, weil er keiner Konfession angehört.

Die Agaplesion Frankfurter Diakoniekliniken müssen einem konfessionslosen Arzt 5.000 Euro Entschädigung zahlen. Der Arzt habe sich 2013 auf eine Stelle als Assistenzarzt bei den Agaplesion Frankfurter Diakoniekliniken beworben, wie der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten berichtet. Er sei aber abgelehnt worden, weil er konfessionslos sei. Daraufhin habe der Arzt vor dem Amtsgericht Frankfurt geklagt, das den Fall in erster Instanz abgewiesen habe.

Die Agaplesion Frankfurter Diakoniekliniken bestätigen den Vergleich, wollten sich jedoch nicht weiter zu den Details äußern.

Kirchenzugehörigkeit darf nicht immer Voraussetzung sein

Im Oktober 2018 musste bereits das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung eine abgelehnte Bewerberin entschädigen. Die Sozialpädagogin hatte geklagt, weil in der Ausschreibung einer Referentenstelle die Kirchenzugehörigkeit vorausgesetzt war. Das Bundesarbeitsgericht urteilte daraufhin, dass kirchliche Arbeitgeber die Religionszugehörigkeit nicht in jedem Fall zur Voraussetzung bei Stellenbesetzungen machen dürfen. Im März dieses Jahres legte die Diakonie Verfassungsbeschwerde ein.

Die Agaplesion Frankfurter Diakoniekliniken betreiben zwei Krankenhäuser, ein Medizinisches Versorgungszentrum sowie eine Ausbildungsstätte für Pflegeberufe. br

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