Caritas Düsseldorf

Defizit führt zu Abbau von Pflegeangeboten

Die Düsseldorfer Caritas streicht aus Geldmangel ihre ambulanten Dienste zusammen. Häusliche Pflege soll künftig ohne Auto stattfinden.

DÜSSELDORF – Zu Anfang Mai müssen sich gut 100 der 250 Pflegebedürftigen deshalb einen neuen Anbieter suchen. Der katholische Verband konzentriert die ambulante Pflege künftig an vier Pflegeeinrichtungen in der Landeshauptstadt. Somit werde es keine Versorgung mehr in den südlichen Stadtteilen Benrath, Hellershof und Garath sowie im linksrheinischen Oberkassel geben. Die Pfleger werden zu Fuß oder mit dem Fahrrad und nur in einem 1,5 Kilometer-Radius um die Altenzentren unterwegs sein, erklärt der Vorsitzende Henric Peeters.

Refinanzierung nicht ausreichend

Die Arbeitsplätze der 52 ambulanten Pflegekräfte seien derweil sicher, so der Caritas-Chef. Sie könnten sowohl im Heim als auch ambulant arbeiten. Hintergrund der Umstrukturierung sei die defizitäre wirtschaftliche Situation der ambulanten Dienste. „Weiterhin zahlen wir bei der Caritas, verglichen mit den gewerblichen Mitbewerbern, hohe tarifliche Löhne bei gleichzeitig nicht auskömmlicher Refinanzierung der Kranken- und Pflegekassen“, gibt Peeters zu bedenken. ols

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