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Klima schützen: Immobilien
Aktualisiert am 27.05.2021 - 10:00

Wertschöpfung nachhaltig steigern

Geschäftsführer Reinsch © Evangelische Bank

Eine neue Tochtergesellschaft der Evangelischen Bank ist auf nachhaltige Immobilien spezialisiert. Wie das Unternehmen Kundinnen und Kunden einen Rundumservice bietet, beschreibt Geschäftsführer Johannes Reinsch.

Mit Gründung des Unternehmens EB-SRE Sustainable Real Estate hat die Evangelische Bank ihre nachhaltige Immobilienkompetenz weiter ausgebaut. In einem umfassenden Transformationsprozess hat sich die Bank von einer Kirchenbank zu einer der führenden Nachhaltigkeitsbanken Deutschlands entwickelt. Nachhaltigkeit ist der wesentliche Ansatz des Geschäftsmodells der EB-SRE. Wollen wir ganzheitlich nachhaltig wirtschaften, müssen wir Immobilien als eine strategische Ressource begreifen.

Unsere Mission lautet: Immobilien für eine bessere Zukunft. Unser primäres Ziel ist, für unsere Kundinnen und Kunden nachhaltige Mehrwerte mit der Entwicklung und dem Management von Immobilien zu generieren. Dabei geht es uns darum, gesellschaftlich sinnvolle Nutzungen mit einer umweltverträglichen baulichen Umsetzung zu verbinden und damit langfristig sichere Erträge für unsere Kundinnen und Kunden zu erzielen.

Sanierung steigert Energieeffizienz

Bau und Betrieb von Gebäuden sind für rund 30 Prozent der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich. Die Energiewende im Immobiliensektor wird somit zu einem entscheidenden Treiber, um die Pariser Klimaziele zu erreichen. Die energetische Gebäudesanierung ist dabei eines der effektivsten Mittel, die Energieeffizienz zu steigern und damit den CO2-Fußabdruck zu verbessern. Anders als bei den noch relativ neuen sogenannten ESG-Kriterien für nachhaltige Investments gibt es in der Bauwirtschaft bereits anerkannte Zertifizierungssysteme wie DGNB aus Deutschland, LEED aus den USA oder Breeam aus Großbritannien, die erreichte Effekte vergleichbar und quantifizierbar machen.

Die meisten Kundinnen und Kunden der Evangelischen Bank betreiben ihr eigenes Kerngeschäft in Immobilien, die sich in ihrem Besitz befinden. Verwaltung und Bewirtschaftung dieser Liegenschaften erbringt in der Regel das eigene Personal. Langfristige Veränderungen, wie die Abnutzung der Gebäude in Verbindung mit den sich ändernden Bedürfnissen und Anforderungen, benötigen irgendwann eine Neubewertung. Diese ist nötig, um Reinvestitionen gezielt tätigen zu können, die Zukunftsfähigkeit der Einrichtungen zu sichern und eine strategische Neuausrichtung des Liegenschaftsbestandes zu ermöglichen. Dafür benötigt man Partner, die über die notwendige Fachexpertise und Erfahrung verfügen und die ausschließlich die Interessen der Eigentümer vertreten.

Projektentwicklung an Nachhaltigkeit ausrichten

Unsere Handlungsansätze umfassen Sanierung, Umnutzung und Erweiterung bis hin zum Abriss und Neubau. Unser Leistungsspektrum reicht dabei von der Analyse des Immobilienbestandes eines Trägers über die Entwicklung von strategischen Konzepten, einer an ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten der Nachhaltigkeit ausgerichteten Projektentwicklung und -realisierung bis hin zur Unterstützung im Liegenschaftsmanagement. Kurz gesagt: Alles aus einer Hand.

In der Regel betrachten wir beim sogenannten Scoring den gesamten Immobilienbestand, indem wir eine Portfolio-Analyse durchführen, um einheitliche Kennzahlen zu allen Objekten zu erhalten. Erst durch diese Kennzahlen sind dann beim Benchmarking Vergleichswerte mit Objekten von ähnlicher Nutzung, Lage und Umfeld überhaupt erst möglich.

Analyse ermittelt Handlungsbedarf

Mithilfe dieser Analyse lassen sich die Objekte des Portfolios in drei Gruppen unterteilen und entsprechend konkrete Maßnahmen auf Objektebene entwickeln: Die erste Gruppe sind Objekte mit dringendem Handlungsbedarf, bei denen Erträge mittelfristig geringer sind als die Kosten für deren Bewirtschaftung. Die zweite Gruppe sind Objekte ohne Handlungsbedarf, deren Erträge mittelfristig höher sind als die Kosten der Bewirtschaftung. Zur dritten Gruppe gehören Objekte mit signifikantem Entwicklungspotenzial, bei denen sich mit einer Nutzungsänderung, der Schaffung zusätzlicher vermietbarer Flächen oder einem Ersatzneubau sowohl die Mietrendite als auch die Wertsteigerungsrendite erhöhen lassen.

Das Interessante am Beratungsansatz der EB-SRE besteht in der interessenskonfliktfreien Zusammenarbeit mit dem Eigentümer – als Partner auf Augenhöhe. Wir helfen unseren Kundinnen und Kunden die Wertschöpfung ihrer Immobilien zu heben, um die wirtschaftliche Grundlage für ihr eigentliches Kerngeschäft jenseits der Immobilie zu sichern.

Der Autor
Johannes Reinsch ist Geschäftsführer von EB-Sustainable Real Estate. johannes.reinsch(at)eb-sre.de

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