Rettungsdienst

Notfallsanitätergesetz kommt zum Jahreswechsel

Mit Beginn des neuen Jahres tritt das Notfallsanitäter-Gesetz in Kraft. Mit der Verabschiedung der entsprechenden Ausbildungs- und Prüfungsverordnung hat der Bundesrat den Weg zum neuen Berufsbild im Rettungsdienst freigemacht.

BERLIN - Die Ausbildung zum Notfallsanitäter umfasst demnach 4600 Ausbildungsstunden - verteilt auf Theorieblöcke sowie Praxiszeiten auf Lehrrettungswachen und in Krankenhäusern. Abgeschlossen wird die Ausbildung durch eine mündliche und schriftliche Prüfung.

Weiterbildung für Rettungsassistenten

Rettungsassistenten können sich mit weniger Aufwand zum Notfallsanitäter weiterbilden: Wer mehr als drei Jahre in diesem Job gearbeitet hat, benötigt vor der Prüfung 480 Ausbildungsstunden, mit weniger Berufserfahrung sind es deren 960.

Rettungsdienst soll moderner werden

Mit dem neuen Gesetz wollen Bund, Länder sowie die Hilfsorganisationen den Rettungsdienst in Deutschland modernisieren. Nicht nur dass angehende Rettungsdienstleister wie in anderen Lehrberufen üblich eine Ausbildungsvergütung bekommen - auch die Kompetenzen der Erstretter sollen erweitert werden: Mit invasiven Maßnahmen wie Spritzen setzen und Kathetern legen sollen sie künftig nicht erst noch auf den Notarzt warten müssen, wenn im Einsatz die Zeit drängt.

Verdi fordert probelmlose Überleitung

Die Annerkennung der Berufsbezeichnung Notfallsanitäter für derzeitige Rettungsassistenten sei unbefriedigend geregelt. Deshalb fordert die Verdi Fachgruppe Feuerwehr in Baden-Württembergnun die Landesregierung auf, die landesrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen und im Bundesrat aktiv zu werden, um die Rettungsassistenten als gleichwertig mit den Notfallsanitätern anzuerkennen.
Den zweijeijährig augebildeten Rettungsassistenten dürfe heute kein Nachteil entstehen, weil Ende der 80er Jahre versäumt worden sei die Ausbildung in der Notfallrettung als dreijährige Berufsausbildung zu regeln. 

Retter benachteiligt

Was in anderen Berufen, wie der Alten- und Krankenpflege bei der Überführungen von der zwei- zur dreijährigen Ausbildung gelungen sei, könne Rettungsasstistenten nicht verwehrt bleiben. Die zweijährige Ausbildung wurde bei Einführung der dreijährigen Ausbildung in der Alten- und Krankenpflege anerkannt. Rettungsassistenten sollen hingegen eine Ergänzungsprüfung ablegen. Verdi sieht darin eine ungerechtfertige Benachteiligung. Sollte an der gesetzlichen Nachprüfung festgehalten werden, solle allen Rettungsassistenten die Nachqualifizierung kostenlos ermöglicht werden.
Außerdem fordert die Gewerkschaft die baden-württembergische Landesregierung auf, Rettungsassistenten auch künftig zu ermöglichen ihren Beruf auszuüben. Die Besetzung der Rettungsfahrzeuge solle so geregelt werden, dass ein Notfallsanitäter und ein Rettungsassistent die Notfallrettung leisten können.

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