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Resilienz
Aktualisiert am 17.02.2021 - 10:56

Beschäftigte zur Stressbewältigung befähigen

Diplom-Psychologin Lück © AOK Bundesverband

Stress gefährdet die Gesundheit. Patricia Lück, Diplom-Psychologin bei der AOK gibt sieben Tipps von, um die eigene Widerstandskraft zu stärken.

Wenn Sie gefragt werden wie es Ihnen geht, was fällt Ihnen als Erstes ein? Etwas, dass Ihnen kürzlich Freude gemacht hat? Wo Sie sich richtig gut gefühlt haben? Eine Zusammenkunft mit netten Menschen? Oder kommt Ihnen zuerst in den Kopf, was Sie alles noch tun müssen oder wo Sie sich mal wieder über jemanden geärgert haben?

Viele Menschen haben das Gefühl, der Stress hat sie fest im Griff. Besser für die Gesundheit und das Wohlbefinden wäre es aber, wenn Sie den Stress fest im Griff hätten.

Dazu kann man selbst beitragen: Pausen und Ruheinseln im beruflichen Alltag können hier vorbeugen. Auch die Pflege netter Kontakte im Job und Privatleben oder die Unterstützung anderer tragen zur Stressreduktion bei. Genießen Sie Ihre Erfolge und suchen sich einen schönen Ausgleich zur Arbeit. Zudem hilft es, achtsam den Augenblick zu leben und die eigene Widerstandskraft stärken. Die folgenden Tipps sollen Sie dabei unterstützen, achtsam und entspannt in Balance zu bleiben:

Auftanken. Sie schuften rund um die Uhr und sind zum Feierabend zu nichts mehr zu gebrauchen. Achten Sie auf regelmäßige Pausen, um die Akkus wieder aufzuladen. Mini-Pausen, größere Erholungspausen sowie Auszeiten holen den hohen Stresspegel wieder auf den Normalzustand.

Ausgleich. Machen Sie in den Pausen etwas Anderes als das, was Sie im Job tun. Wer viel auf den Beinen ist, sollte sich setzen, wer ständig in Kontakt mit Menschen ist, sich ein stilles Plätzchen oder eine Pause in der Natur suchen. Körper und Geist kommen dann wieder zur Ruhe.

Mini-Ferien. Gönnen Sie sich jeden Tag kleine Auszeiten. Nehmen Sie die Spannung aus Schultern, Nacken und Rücken. Schließen Sie die Augen, atmen tief durch und stellen sich vor, Sie liegen am Strand: Die Sonne scheint, das Meer rauscht, die Wellen umspülen Ihre Füße.

Humor. Heute schon gelacht? Nein? Dann wird es aber Zeit. Denn Lachen entspannt und regt die Produktion von Glückshormonen an. Es gibt keinen Grund zum Lachen? Dann lachen Sie ohne! Schon beim Einsatz dieser Gesichtsmuskeln werden Glückshormone ausgeschüttet und es geht einem gleich besser.

Wegschließen. Viele Dinge erscheinen weniger problematisch, wenn man eine Nacht darüber geschlafen hat. Falls Ihnen Sorgen den Schlaf rauben, schließen Sie die Augen und atmen tief durch. Stellen Sie sich vor, neben Ihrem Bett stünde eine große Holzkiste. Da packen Sie vor dem Zubettgehen alles hinein, was Sie belastet.

Erfolge feiern. Kennen Sie das? Kaum hat man die eine Aufgabe erledigt, stehen schon drei neue auf Ihrer To-Do-Liste. Statt immer weiter im Hamsterrad zu rennen, halten Sie inne: Machen Sie sich auch eine ‚Tadaaaa-Liste‛: Was ist Ihnen heute gut gelungen? Feiern Sie Ihre Erfolge, aber auch die Ihrer Kollegen und Kolleginnen. Wertschätzen Sie auch kleine Erfolge. Oder schreiben Sie abends auf, was Ihnen tagsüber gut gelungen ist und worüber Sie sich gefreut haben.

Freundlichkeit. Trauen Sie sich doch mal, wildfremde Menschen an der Haltestelle anzulächeln. Oder sich beim Kollegen freundlich für die Unterstützung oder den Kaffee zu bedanken. Sie werden merken: Freundlichkeit steckt an und wer Glück gibt, erhält das zurück.

 

Mehr Informationen:

Betrieblichen Gesundheitsförderung: www.aok.de/stress-im-griff

Resist – Widerstandskraft von Pflegekräften stärken: www.aok.de/fk/kontakt/ansprechpartner-finden/

Die Autorin:

Patricia Lück ist Diplom-Psychologin und Referentin für betriebliche Gesundheitsförderung beim AOK-Bundesverband Berlin.

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