Befristete Arbeitsverhältnisse

Immer mehr befristete Beschäftigungsverhältnisse

Der Anteil der befristeten Arbeitsverhältnisse in Deutschland steigt: Insgesamt von 7,7 Prozent im Jahr 2004 auf 10,5 Prozent zwei Jahre später.

BERLIN - Damit hatten 3,06 Millionen Arbeitnehmer 2006 einen befristeten Vertrag (2004: 2,13 Millionen). Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.
In den meisten Wirtschaftsbereichen werden Arbeitnehmer zunehmend befristet eingestellt. Lediglich die Kredit- und Versicherungswirtschaft bildete eine Ausnahme. Dort sank die Zahl 2006 um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Keine andere Branche arbeitet mit mehr Festangestellten als die Kredit- und Versicherungswirtschaft. Mit einem Anteil von lediglich vier Prozent befristeter Beschäftigter bildet der Sektor das Schlusslicht im Branchenvergleich.

Absolut gesehen entstanden die meisten befristeten Beschäftigungsverhältnisse im Handel: Arbeiteten im Jahr 2000 rund 329000 Männer und Frauen auf Zeit waren es 2006 bereits 517000, ein Plus von rund 57 Prozent. Spitzenreiter beim Anteil der Arbeitnehmer auf Zeit ist die Land- und Forstwirtschaft. 17,3 Prozent sind dort nur zeitweise angestellt. Die meisten Arbeitnehmer mit befristetem Beschäftigungsverhältnis finden sich im Bereich der öffentlichen und privaten Dienstleistungen, etwa in privaten Haushalten. Rund eine Million Männer und Frauen wissen bereits bei Dienstantritt, wann ihr Vertrag endet. Vor allem die Jungen erhalten zunehmend befristete Verträge. Mehr als ein Drittel der Arbeitnehmer unter 25 Jahre arbeitet auf Zeit.

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