Fundraising

Portoerhöhung belastet Hilfsorganisationen

Den Hilfsorganisationen wird die Porto-Erhöhung der Deutschen Post teuer zu stehen kommen, glaubt der Deutsche Fundraising-Verband.

BERLIN - Spendensammelnde Vereine und Verbände in Deutschland erreichten Ihre häufig älteren Spender zumeist auf dem Briefweg. Sowohl der klassische Spendenbrief, mit dem auf Projekte hingewiesen und um eine Spende gebeten wird, als auch notwendige Kommunikation wie Spendenquittungen würden über die Post verschickt. Daher mache das Briefporto oft über 50 Prozent der Kosten aus, so der Fundraising-Verband.

Mehrkosten in sechsstelliger Höhe

„Auch wenn derzeit nur von der Erhöhung der vollfrankierten Sendungen gesprochen wird, belastet alleine der Standardversand von Quittungen und SEPA-Benachrichtigungen die NPOs mit über 2,5 Prozent  Mehrkosten. Das können schon einige hunderttausend Euro sein, die insgesamt nicht für gemeinnützige Projekte verwendet werden können", so Arne Peper, Geschäftsführer des Deutschen Fundraising Verbandes.

Belastung durch abermalige Erhöhung

Hinzu komme, dass die Portoerhöhung zum 1. Januar nicht die erste Kostensteigerung auf diesem Gebiet sei. Nachdem schon der Wegfall des Mehrwertsteuerprivilegs auf Porto im Jahr 2010 und die Briefportoerhöhung Anfang 2013 den Vereinen und Verbänden erhöhte Versandkosten bescherten, stünde zum jährlichen Versand der Spendenquittungen ab 2014 eine erneute Erhöhung ins Haus. Dazu komme, dass aufgrund der Umstellung des internationalen Zahlungswesens auf SEPA im Januar deutlich mehr Briefe verschickt werden müssen als sonst.

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